WikiDer > Ingadam

Das Ingadam ist ein Damm auf der Wasserfälle von Inga in dem Demokratische Republik Kongo (DRC), wo die Kongo hundert Meter tiefer. Der Damm ist zwischen dem Bach und dem Ort Inga.
In den 1950er Jahren beschloss die belgische Kolonialverwaltung, Dame im Fluss gebaut werden. Etwa 150 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Kinshasa wurde zwei Wasserkraftwerke aufgebaut. Die Inga 1, mit einer installierten Kapazität von 351 Megawatt (MW) wurde 1972 fertiggestellt. Zehn Jahre später folgte Inga 2 mit einer Gesamtleistung von 1424 MW. Inga 1 zählt sechs Turbinen von 58,5 MW und Inga 2 hat acht von je 178 MW. Aufgrund mangelnder Wartung, teilweise korruptionsbedingt, sind Inga 1 und Inga 2 weitgehend außer Betrieb: In Inga 1 arbeiten noch zwei Turbinen und in Inga 2 zwei oder drei weitere Turbinen. Die bestehenden Dämme gelten allgemein als weiße Elefanten vom ehemaligen Präsidenten Mobutu Sese Seko.
Das Land hat ein enormes Potenzial für die Erzeugung von Elektrizität durch Wasserkraftwerke.[1] Die Gesamtmenge wird auf 100 GW geschätzt, womit das Land weltweit nach dem Volksrepublik China und Russland kommt auf den dritten Platz.[1] Am Standort Inga beträgt das geschätzte Potenzial 40 GW, wovon nur ein Bruchteil genutzt wird.[1]Da fast die gesamte Stromproduktion der Demokratischen Republik Kongo von Inga abhängt, Weltbank in die Rehabilitation zu investieren.
2016 gab es Pläne für Inga 3 (ca. 4800 MW) und für and Großer Inga, ein Gigant Wasserkraftwerk mit einer Leistung von 39.000 MW. Der geplante Standort für die Inga 3 lag in der Nähe der bestehenden beiden, sodass die Investitionen relativ begrenzt sind.[2]Südafrika hat sich verpflichtet, Strom ab 2500 MW Leistung zu beziehen,[2] der Rest verteilte sich mehr oder weniger gleichmäßig im wichtigen Bergbaugebiet Katanga im äußersten Südosten des Landes. Der Rest ging an den nationalen Stromverteiler Société nationale d'électricité (SNEL). Etwa 35.000 Menschen mussten für den Bau umziehen.[2] Es bestanden ernsthafte Zweifel, ob die Interessen dieser Menschen und der Umwelt beim Bau ausreichend berücksichtigt wurden.[2] IDA, Teil der Weltbank, hat daher die finanzielle Unterstützung für das Projekt zurückgezogen.[3] Im Oktober 2017 wurde der Bau von Inga 3 verschoben.[4] Der voraussichtliche Liefertermin hat sich von 2020-2021 auf 2024-2025 verschoben.[4] Gründe dafür wurden nicht genannt, aber die Finanzierung des Projekts gestaltete sich schwierig.[4]
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
|
| Siehe die Kategorie Inga Dams von Wikimedia Commons für Mediendateien zu diesem Thema. |