WikiDer > Integrative Therapie
Integrative Therapie beschreibt Ansätze innerhalb von Psychotherapie die Elemente von zwei oder mehr therapeutischen Bezugsrahmen (Schulen) integrieren.
Vier Routen
Norcross und Goldfried (2005) beschreiben vier Wege zur Integration.[1]
- Im technischen Eklektizismus (Englisch: technischer Eklektizismus) werden wirksame Techniken aus unterschiedlichen therapeutischen Bezugsrahmen kombiniert, ohne den theoretischen Hintergrund der Techniken zu integrieren. Ein Beispiel für technischen Eklektizismus ist die multimodale Therapie von Arnold Lazarus (2005).[2]
- Mit theoretischer Integration (Englisch: theoretische Integration) werden die theoretischen Annahmen und Modelle von zwei oder mehr therapeutischen Bezugsrahmen integriert in der Hoffnung, dass das Ergebnis therapeutische Prozesse besser beschreiben, erklären und vorhersagen kann als Modelle aus einzelnen therapeutischen Bezugsrahmen. Beispiele für theoretische Integration sind die kognitive analytische Therapie von Anthony Rile (1990) und die kognitive Animationstherapie von Paul Camp (2011).[3][4]
- Für allgemeine aktive Faktoren (Englisch: übliche Faktoren) achtet der Therapeut hauptsächlich auf Faktoren, die in allen therapeutischen Bezugsrahmen vorkommen und die nachweislich zur Wirkung der Behandlung beitragen.
- Bei der assimilativen Integration (Englisch: assimilative Integration) Interventionen aus anderen therapeutischen Bezugsrahmen werden in einen dominanten therapeutischen Bezugsrahmen aufgenommen. Ein Beispiel für assimilative Integration ist die integrierte kognitive Verhaltenstherapie von Kees Korrelboom und Erik ten Broeke (2004).[5]
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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