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Jaak Vanderheyden
Jaak Vanderheyden
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persönliche Daten
GeborenKontich, 17. Juni1929
VerstorbenAntwerpen, 9. Oktober2017
StaatsangehörigkeitFlagge von Belgien Belgien
Beruf(e)Maler
RKD-Profil
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Jaak Vanderheyden (Kontich, 17. Juni1929 - Antwerpen, 9. Oktober2017) war ein Belgier lyrisch-abstrakter Maler.

Arbeit

In den späten fünfziger und frühen sechziger Jahren besteht Jaak Vanderheydens Werk aus Materialgemälden und Collagen. In seinem Collagen macht er abstrakt Kompositionen mit ausgefransten Streifen Jute. Diese Werke, bei denen nur wenige Erdfarben - manchmal in Kombination mit Gold Blatt - geben den Grundton an, drücken die Düsterkeit und die stille Introspektion der Materie aus.

Nach und nach verzichtet er auf die Verwendung fertig Materialien (Jute, Wundhaken, Nahtmaterial) und in einigen Arbeiten nimmt er z.B. ein Stück von Jute von einer Farboberfläche und hinterlässt nur eine Spur, eine Andeutung von Materie.

Mit dem Verschwinden der Materie werden Oberfläche und Farbe autonom. Die Farbe der Gemälde entwickelt sich in Richtung der verwitterten Fresko, und die kompositorischen Grundstrukturen neigen dazu, sich in einem weißen, cremefarbenen oder grisaillefarbenen Hintergrund aufzuheben.

Am Ende dieser „weißen“ Periode malte er einige Grisailles in Wechseltechnik mit erdfarbenen Ölfarbenschichten, die mit venezianischem Terpentin stark verdünnt wurden.

Die existenzielle Düsternis, die von diesen meditativen Bildern ausgeht, wird in einer um 1980 beginnenden Serie gereinigt, die er "After The Rain" nennt, nach dem Titel einer musikalischen Improvisation von John Coltrane. In diesen Bildern rhythmisiert er den Raum der Leinwand mit unregelmäßigen, sechseckigen Figuren oder Motiven.

In neueren Arbeiten erscheinen diese Motive gelegentlich als verblichene Reminiszenzen – in Form von Rechtecken – mal reduziert auf einen Pinselstrich oder Pinselstrich, mal akribisch zu einer abstrakten Miniatur ausgearbeitet, diese Gemälde leuchten eigenwillig durch ihre unerwartete Komposition oder überraschend verspielt und mal aquarellisch Farben, während andere in einer besinnlichen Atmosphäre heiterer Bescheidenheit schweigen.

Auszeichnungen

1963- Knokke-Preis für Malerei (Silber)
1965- Arbeit ausgezeichnet mit dem Preis für junge belgische Malerei
- Knokke-Preis für Malerei (Silber)
1970- Landespreis für Malerei - Antwerpen (Premium)
1973- Europapreis für Malerei der Stadt Ostende (Bronze)
1974- Ritter des Ordens von Leopold II
1978- Accademia Italia dell'Arti, delle Lettere e delle Scienze Salsomaggiore (Gold)

Ausstellungen

Einzelausstellungen

1958- Antwerpen, Galerie Dorekens
1960- Antwerpen, nicht Pagadderke
1964- Assenede, Galerie Margaretha de Boevé
1966- Bornem, Het Landhaus
1967- Antwerpen, Campo
- Dendermonde, Porenbeton
- Gent, Oranje Galerie
- Paris, Riquelme . Galerie
1968- Antwerpen, BP-Gebäude
1969- Antwerpen, Vecu
1970- Dendermonde, Porenbeton
1972- Antwerpen, Galerie Jeanne Buytaert
1975- Antwerpen, Galerie Jeanne Buytaert
1977- Antwerpen, Galerie Jeanne Buytaert
- Aalst, Galerie S-65
1979- Herstal, Mathijs Galerie
1980- Aalst, Galerie S-65
1981- Antwerpen, Galerie Jeanne Buytaert
1984- Antwerpen, Galerie Jeanne Buytaert
1987- Tielt, Aksent Galerie
1990- Antwerpen, Galerie Buytaert
1992- Antwerpen, Galerie Francis van Hoof
1994- Antwerpen, Galerie Buytaert
2000- Veurne, Hugo Goderis Galerie
2004- Mechelen, Galerie Pack-huys

Gruppenausstellungen

1959- Ostende, Kursaal
1962- Antwerpen, Brekpot-Galerie
1963- Knokke, Casino
- Gent, Abtei St. Peter
1965- Gent, Museum der Schönen Künste (51. Salon der Schönen Künste)
- Knokke, Casino
- Brüssel, Museum der Schönen Künste (Olivetti-Preis)
1967- Paris, Centre Culturel de Vauboyen
1969- Hasselt, Provinzbeginenhof (Facetten)
- Gent, Abtei St. Peter
- Eindhoven, Krabbedans: Aktuelle flämische Malerei
1974- Neder-Over-Heembeek: Zeitgenössische Kunst in der ehemaligen St.-Nikolaus-Kirche
1975- Antwerpen, Marcel Peeters Center: Jazz gucken
1977- Antwerpen, Galerie Jeanne Buytaert
1981- Amsterdam, De Brakke Grond
- Borgerhout, Bezirkshaus
1984- Gent, St.-Pietersabdij: Von der Flämischen Gemeinschaft erworbene Kunstwerke '82-'83
1985- Aalst, Galerie S-65: 10 Bis
1990- Ostende, Galerie Dialog
1992- Baarle-Hertog, Galerie De Verbeelding
1993- Antwerpen, Provinzhalle: Filip Tas - Künstler in Antwerpen '60-'70
1994- Brüssel, Synthese Galerie
1996- Merksem, Bezirkshaus
1997- Antwerpen, Galerie Art Forum
1998- Gent, Verwaltungszentrum Volvo
2002- Mechelen, Galerie Pack-huys

Kurzbibliographie

  • Deknodder, R.:
    • in : Die belgischen Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts
  • De Vree, P.:
    • in : Rest, jg. X, Nr. 1, 1982, p. 53-66
    • in: Tendenze E Testimonianze dell' Arte Contemporanea, Accademia Italia, 1983, p. 544-545
  • Minne, F.:
    • in: 10 Bis, 'Galerie S-65 oder die Faszination für die Grundbegriffe der Kunst'.