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Jakob Amsler-Laffon (Unterbozberg, 11. November1823 - Schaffhausen, 3. Januar1912) war ein schweizerischMathematiker, Physiker, Ingenieur, Erfinder und eigener Gründer Fabrik. Sein Vater war Jakob Amsler-Amsler (1779–1869).
Er studierte zunächst an der Universität Jena und dann ging er zum Universität Königsberg Wo ist er Theologie studiert. In Königsberg wechselte er die Studienrichtung und beschloss, sich auf Mathematik und Physik, inspiriert von diesem nach dem Treffen Franz Neumann. Zu den Kommilitonen von Amsler gehörte bevond Gustav Robert Kirchhoff und Siegfried Heinrich Aronhold. Amsler hat seinen Doktortitel aus Königsberg nachgeholt 1848 und kehrte im selben Jahr in die Schweiz zurück.
Im 1851 er wurde Privatlehrer zum Universität Zürich und noch im selben Jahr nahm er eine Stelle als Mathematiklehrer am Gymnasium in Schaffhausen an. Im 1854 Amsler heiratete Elise Laffon, daher der Zusatz Laffon zu seinem Namen. Das Paar hatte zwei Töchter und drei Söhne. Ihr ältester Sohn Alfred Amsler (1857–1940) war Mathematiker und Ingenieur, der seinem Vater als Fabrikdirektor nachfolgte. Ab ca. 1885 bis ungefähr 1905 Vater und Sohn arbeiteten bei verschiedenen Projekten in ihren Bereichen eng zusammen; viele ihrer Ideen, Erfindungen und Konstruktionen lassen sich nur schwer einem der beiden zuordnen.
Die bekannteste Erfindung von Jakob Amsler-Laffon ist die Polar- Planimeter 1854, ein Instrument zum Messen von Oberflächen von unregelmäßigen ebenen Figuren, indem der Umfang mit einem Marker verfolgt wird. Mit der Idee, seine Erfindung zu monetarisieren, gründete Amsler 1854 in Schaffhausen eine Werkstatt, die speziell für die Herstellung seines Polarplanimeters ausgestattet war. Sein Erfolg mit dem Planimeter inspirierte ihn, mehrere andere Präzisionsinstrumente zu erfinden, aber keine dieser Erfindungen konnte erfolgreich an das Planimeter herankommen. Drei Jahre später hatte er alle anderen Ambitionen und Interessen aufgegeben, um sich ganz auf den Instrumentenbau zu konzentrieren. Seine Werkstatt produzierte im Laufe seines Lebens 50.000 dieser Instrumente. Diese waren von solcher Qualität, dass er mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet wurde, unter anderem auf der Weltausstellungenaus Wien im 1873, aus Paris im 1878 und wieder in Paris im 1889. Seine größte Anerkennung erhielt er durch seine Wahl zum Mitglied der Pariser "Akademie der Wissenschaften" im 1892.
Veröffentlichungen
Von Jakob Amsler:
- Über die mechanische Bestimmung des Flächeninhaltes, der Statik Momente und der Trägheitsmomente ebener Figuren. Schaffhausen, 1856.
- Anwendung des Integrators (Momentenplanimeters) zur Berechnung des Auf- und Abtrages bei Anlage von Eisenbahnen, Strassen und Kanälen. Zürich, 1875.
- Moulinet Hydrometer mit Compteur und Signal électrique. Schaffhaus, undatiert.
- J. Amsler-Laffon & Sohn: Katalog Materialprüfmaschinen. Schaffhausen, 1903.
Über Jakob Amsler:
- Robert Amsler & Theodor H. Erismann: Jakob-Amsler Laffon 1823–1912 Alfred Amsler 1857–1940 Pionier der Prüfung und Präzision. Meilen: Verein für Wirtschaftshistorische Studien. 1993. ISBN 3-909059-04-X