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Jammers Minde
Leonora Christina Ulfeldt im Jahre 1647

Entschuldigung Minde (Erinnerung an mein Elend) ist eine Schrift der Königstochter Leonora Christina Ulfeldt (1621-98) über ihre Gefangenschaft im Blauer Turm von Christiansborg in den Jahren 1663-1685. Vermutlich entstand es auf Wunsch von Otto Sperling d. J., der sich für die Freilassung von Leonora Ulfeldt und seines Vaters Otto Sperling d. Ä. einsetzte. Er hoffte, die öffentliche Meinung in Europa zu beeinflussen.[1]

Leonora Christina konzentriert sich auf Entschuldigung Minde zu ihren Kindern. Sie beschreibt ihre Gefangennahme und die unerträgliche Situation und den Alltag im Blauen Turm. Obwohl Leonora Christina behauptet, unschuldig zu sein, gibt es in ihrer Arbeit kein Selbstmitleid. Im Gegenteil, sie wirkt als starke Persönlichkeit, die ihr Märtyrer-Schicksal ohne Jammern trägt. In einem Brief an ihren Freund Otto Sperling[2] wiederholt den Hass, den sie ihren Kindern nicht zeigen wollte: Sie drückt die Hoffnung aus, dass ihr Sohn sich rächen wird, wenn sie es nicht selbst tut. In diesem Fall, versichert sie ihr, werde sie beruhigt sterben.

Das Manuskript befand sich in den Händen von Otto Sperling, der es Christian Reitzer übergab. Er schenkte es 1721 der Dänischen Königlichen Bibliothek. Das Manuskript verschwand jedoch und tauchte 1952 in der Bibliothek eines Hamburger Gymnasiums wieder auf. Nach dem Verkauf an eine Privatperson kehrte es 1958 endgültig in die Koninklijke Bibliotheek zurück.[3] Das Werk wurde erst 1869 veröffentlicht; Entschuldigung Minde wurde schnell ein Erfolg und erlangte den Status eines Gute Arbeit in dem Dänische Literatur. 1958 konnte es als Faksimile veröffentlicht werden. Heute gehört es den Dänen kultureller Kanon.

Nächster Entschuldigung Minde Leonora Christina hat auch geschrieben: frankophone Autobiographie und Hæltinders Pryd ("Der Stolz der Heldinnen"). Entschuldigung Minde inspirierte den dänischen Maler Kristian Zahrtmann zu einer Serie von zwanzig Gemälden über ihr Leben.