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Jan II de Baenst (ca 1378 - ca. 1460-1462) war ein Mitglied einer mittelalterlichen Adelsfamilie in der Grafschaft Flandern.
Familie
Die Familie de Baenst hatte seit dem 14. Jahrhundert vor allem in Sperren und weiter im Brügge Frei und auf dem Schelde-Insel Cadzand.
Jan II de Baenst war der älteste Sohn von Jan I de Baenst und von Elisabeth Bave. Er hatte wie Brüder Antoine de Baenst, Guy I de Baenst, Jacob de Baenst und Olivier de Baenst.
Er selbst heiratete Anna Slyps, die am 1. August 1424 starb. Sie war die Tochter des Gerichtsvollziehers von Sluis Jan Slyps. Zu ihren Kindern gehörten:
- Jan III de Baenst, die eine Tochter von Colard de Fever und Enkelin von Pieter Bladelin heiratete,
- Catharina de Baenst, Ordensfrau im Kloster Sint-Clara in Brügge,
- Lodewijk I de Baenst, der Clara Losschaert heiratete,
- Isabella de Baenst, Ordensfrau im Kloster Saint Clara in Brügge,
- Zeger de Baenst, die Catherine Honin heiratete,
- Bernardine de Baenst.
Werdegang
Jan II. de Baenst durchlief eine Karriere, die man als Zick-Zack-Karriere bezeichnen kann, in der die Unterstützung und das Vertrauen des Herzogs sowie die Autorität eines Vertreters einer ansehnlichen Familie ihn für die Erlangung bestimmter Positionen in eher turbulenten Zeiten empfahlen . mal.
Ab 1410 wurde er als Knappe in einer Appellliste aufgeführt. Mindestens ab 1440 war er Ritter.
1420 war er Stadtverwalter in Sluis. Von 1419 bis 1428 führte er im Auftrag des Herzogs auch Buch für die Region Sluis Philipp der Gute. Von 1422 bis 1426 war er Gerichtsvollzieher van Sluis und von 1426 bis 1433 Wasser Gerichtsvollzieher.
1433 und bis 1437 war er highGerichtsvollzieher der Kastellan Veurne, als Nachfolger seines Bruders Antoine I. de Baenst. Von 1437 bis 1439 war er Sheriff oder Gerichtsvollzieher der Ruhm Mechelen.
Ab 1439 war er Landvogt von Brügge und der Brugse Vrije. Am 24. Mai 1460, kurz vor seinem Tod, legte er dieses Amt wegen seines fortgeschrittenen Alters nieder. Er blieb Berater des Herzogs von Burgund.
Jan II. de Baenst kümmerte sich auch um die Hauptquelle des Reichtums der Familie, nämlich das Eindeichen in den Poldern, entweder für eigene oder für andere, einschließlich Abteien und Klöster.
Mit dem Erlös erwarb er Delikatessen wie Ter Walle und Sint-Joris in Ostkamp, Der Walschen in Beernem und Lembeke in Oostkerke.
Er wurde in der Sint-Janskerk in Sluis beigesetzt.
Es ist anzumerken, dass es einige Verwirrung darüber gibt, was ihm gehört und was einem oder sogar zwei anderen Jan de Baensts zugeschrieben werden kann, der Rat von Brügge und Stadtrat der Brugse Vrije war oder war.
Es bestehen auch Zweifel an den hier diskutierten Ehen des Jan II. de Baenst van Sluis. Es wurde in einigen Genealogien erwähnt, dass er (vor oder nach seiner Heirat mit Anna Slyp) mit einer Bastardtochter aus der Linie der Grafen von Flandern verheiratet war und dass es sogar Kinder gab. Es bleibt ein Rätsel, wie wahr das ist.
Siehe auch
Literatur
- J. J. GAILLIARD, Brügge und Frankreich, Band I, Brügge, 1857.
- René DE KEYSER, Schloss Lembeke, in: Album Jos De Smet, Brügge, 1964
- Valentin VERMEERSCH, Grabdenkmäler in Brügge bis 1578, Brügge, 1976
- Stefan VANDENBERGHE (Hrsg.), Der Hof van Watervliet in der Oude Burg in Brügge, Brügge, 1983
- René DE KEYZER, Das Schloss von Oostkerke, Brügge, 1984
- Jan DUYMOLYN, Der Aufstand von Brügge von 1436-1438, Heule, 1997
- Andries VAN DEN ABEELE, Die ritterliche Gesellschaft des Weißen Bären, Brügge, 2000
- Frederic BUYLAERT, Krise und Kontinuität. Die Strategie adliger staatsfeudaler Familien in der Krise des späten 15. Jahrhunderts in den burgundischen Niederlanden (1477-1492). Eine vergleichende Fallstudie der flämischen Familie de Baenst und der niederländischen Familie van Boschuysen, Masterarbeit (unveröffentlicht), Universität Gent, 2003
- Michael NUYTENS, Inventar des Archivs der Familie de Baenst.st, Staatsarchiv, 2004
- Frederic BUYLAERT, Soziale Mobilität städtischer Eliten im spätmittelalterlichen Flandern. Eine Fallstudie über die flämische Familie de Baenst, in: Jahrbuch der mittelalterlichen Geschichte, 2005, S. 201–251.
- Frederic BUYLAERT, Jan II. de Baenst, Höfling und Politiker von Brügge, in: National Biographical Dictionary, Band XVII, Brüssel, 2005, col. 41-44
- Jan DUMOLYN, P. DONCHE, E. BALTHAU & H. DOUXCHAMPS (Hrsg.), Der Adel gerahmt. "Edellisten" für die Grafschaft Flandern im 14. und 15. Jahrhundert, in: Proceedings of the Royal History Commission, 2007, S. 47-187.
- P. A. DONCHE, Adlige, Vasallen und Fürstenbeamte von Flandern, 1437, 2010.
- Frederic BUYLAERT, Repertoire des flämischen Adels (ca. 1350 - ca. 1500), Gent, 2011
- P. A. DONCHE, Adlige, Vasallen und Fürstenbeamte von Flandern, 1464 - 1481 - 1495, Antwerpen, 2012.
- P. A. DONCHE, Geschichte und Genealogie der Familie de Baenst, fürstlicher und kommunaler Beamter von Flandern 1305-1676, 2014.