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Jan de Decker (ca. 1450 - 30. Juni1519) war mal Bürgermeister von Brügge.
Lebenszyklus
De Decker, dessen Familie ursprünglich dem Weberhandwerk angehörte, war ein Sohn von Jacob de Decker und Beatrix van Hoogenlande. Er heiratete Barbara De Witte (†1534).
Die Familie De Decker stammte von den Herren von Lissewege ab und hatte seit Ende des 14. Jahrhunderts den Namen „De Decker“ angenommen.
Jan war viele Jahre im Stadtrat von Brügge vertreten:
- als Häuptling der Sint-Jacobssestendeel 1488, 1499, 1500, 1503, 1506 und 1508;
- als Ratsmitglied 1490, 1498, 1501, 1502, 1505, 1510, 1512 und 1514;
- als Schiffe 1492, 1497, 1516 und 1518;
- als Bürgermeister der Ratsherren 1499;
- als Bürgermeister der Schöffen im Jahr 1494.
Er wechselte in der Stadtverwaltung mit Verwandten wie Joost de Decker.
Er wurde 1488 Mitglied der Edle Confrérie vom Heiligen Blut und wurde dort 1494, dem Jahr seiner Bürgermeisterschaft, gefeiert.
1486 kaufte De Decker ein Grundstück neben dem Ambulatorium des of Kirche St. Salvator. Er baute dort eine Familienkapelle, die bald vom Tischlerkabinett genutzt wurde, das die Verehrung ihres Patrons, der Heiliger Livinus. Die Wappen von De Decker und die seiner Frau Barbe De Witte sind noch heute vorhanden, ebenso wie das Motto der Familie De Decker: Setz dich für dich.
Das (teilweise erhaltene) Mauerdenkmal des Ehepaares De Decker-De Witte befindet sich in ihrer Kapelle in der St. Salvator-Kathedrale.
Quelle
- Stadtarchiv Brügge, Liste der Gesetzesreformen von 1358 bis 1794
Literatur
- J. GAILLIARD, Recherches historiques sur la Chapelle du Saint-Sang in Brügge, Brügge, 1846.
- Anzeige. DUCLOS, Brügge, Geschichte und Souvenirs, Brügge, 1910.
- Leo Vandepitte, Anmerkungen zu den "Heren van Lissewege", in: Rond de Poldertorens, 1972.
- Valentin VERMEERSCH, Grabdenkmäler in Brügge vor 1578, Brügge, Tangente, 1976.
- Luc DEVLIEGHER, Die St.-Salvator-Kathedrale in Brügge. Teil 7 , Geschichte und Architektur, Tielt, 1981 & Teil 8 Inventar, Tielt, 1979.