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Jan van Orley
Drucken Sie mit dem Titel 'Apollo fühlte den Satyr Marsyas'. Hergestellt von Jan van Orley (17.-18. Jahrhundert).[1]

Jan van Orley (Brüssel, 4. Januar1665 - Dort, 22. Februar1735) war ein Südliche NiederlandeMaler. Er war am besten bekannt als Designer von Wandteppiche. Er war der Bruder von Richard van Orley, ebenfalls Maler und entfernter Verwandter des berühmten Malers und Tapisseriedesigners Barend van Orley.

Leben und Arbeiten

Jan van Orley begann seine Karriere als Spezialist für Miniaturporträts. Nach der Bombardierung Brüssels durch Marschall de Villeroy in 1695 serviert viel zerstört Kirchen und Denkmäler zu renovieren. Infolgedessen erhielt Jan mehrere neue Aufträge für monumentale Gemälde für neue Klöster und zivile Einrichtungen. Aus dieser Zeit stammen die Kreuzigung vor der Kapelle der schwarzen Schwestern in Brüssel und ein „Christus unter den Schriftgelehrten“ für die St.-Nikolaus-Kirche in Brüssel. Jans monumentale Malweise orientierte sich zunächst noch an den Vorbildern von Rubens und der italienischen Malerei. Van Orley wurde jedoch zunehmend vom klassizistischen französischen Barock beeinflusst. Die Hofmaler von Ludwig XIV und besonders Charles Le Bruno wurden seine Vorbilder. Der Einfluss des Stils des französischen „Grand siècle“ lässt sich beispielsweise in den Entwürfen für den Gobelinzyklus mit acht Szenen aus dem Leben Christi (1730-31) im St. Salvator-Kathedrale in Brügge und eine ähnliche Serie, die Moses-Teppiche (um 1730-45), von denen sich Kopien in verschiedenen Museen befinden.

Er entwarf auch Wandteppiche mit mythologischen Motiven, darunter eine Serie zur Verherrlichung der Götter, die heute in einer Ausgabe die Eingangshalle des Museum der Schönen Künste (Gent) schmückt. Auch hier ist der Einfluss der französischen königlichen Malerei und Tapisserie deutlich spürbar. Van Orley war auch als Porträtmaler tätig und fertigte Staatsporträts der Herrscher und Statthalter der Niederlande für die Rathaus von Brüssel und der Rathaus Mechelen. Dabei war er jedoch kein besonders origineller Künstler. Er hielt sich strikt an die Porträtkonventionen seiner Zeit. Die offiziellen Porträts, die er für verschiedene Verwaltungseinrichtungen anfertigte, waren in der Regel nicht nach dem Leben gemalt, sondern eigene Adaptionen bereits vorhandener Porträts von Fürsten und Adeligen. Eine originelle Kreation ist das Gruppenporträt der Ratsmitglieder der „Gilde der Tuchweber“, das sich im Brüsseler Rathaus befindet.