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Jean-Pierre de Launoit
Jean-Pierre de Launoit im Jahr 2012

Jean-Pierre Gabriel Henri Arsène Marie Paul Graf de Launoit (Brüssel, 5. Januar1935Woluwe-Saint-Lambert, 12. November2014) war ein Belgier Banker. Er ist international bekannt als Vorsitzender des Königin Elisabeth Wettbewerb.

Familie

De Launoit war ein Mitglied der Familie Die Launoit und ältester Sohn des Grafen Paul de Launoit (1891-1981) und seine zweite Frau Madeleine Lamarche (1902-1965). Sein Vater Paul de Launoit wurde 1929 in den erblichen belgischen Adel aufgenommen, 1951 mit dem Titel Baron bei der Geburt erhöht, 1951 zum Grafen bei der Geburt erhoben und ab 1953 an alle seine männlichen Nachkommen vererbt.

Nach dem Adelsdekret bezüglich seines Vaters war er seit dem 1. November 1953 auch berechtigt, den Grafentitel zu führen (davor hatte er den Titel Jonkheer).

Jean-Pierre de Launoit selbst heiratete 1959 Barbara Freiin von Schmidburg (° Wien, 1937) (geschieden 1982). Aus dieser Ehe gingen drei Söhne hervor. Er verstarb am Mittwochmorgen, den 12. November 2014 nach einer Krankheit.[1]

Werdegang

De Launoit hat einen Doktortitel in Rechtswissenschaften und einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften. Innerhalb der GBL (Gruppe von Brüsseler Lambert) stieg er zum Vizepräsidenten des Verwaltungsrats und zum Geschäftsführer auf. Er war auch Vizepräsident des Bank von Brüssel Lambert und Vorsitzender des Verwaltungsrates der AXA Belgien (ehemals Royale Belge).

Außerdem war er Vorsitzender der Compagnie luxembourgeoise pour l'audiovisuel et la finance (Audiofina), der Compagnie luxembourgeoise de Télédiffusion (RTL) und der Compagnie des Wagons-Lits.

Positionen im Kulturvorstand

Die Haupttätigkeit von de Launoit, der Nachfolger seines Vaters, war die des Vorsitzenden (seit 1987) der Internationale Königin-Elisabeth-Musikwettbewerbe. Er war verantwortlich für die interne Organisation, Pressepolitik und Kontakte zum Ehrenpräsidenten, zudem war der Graf hauptsächlich in Wallonien tätig, wo er als Mäzen bekannt war.

  • Ehrenmitglied der Yehudi Menuhin Stiftung.
  • Vorsitzender des Unterstützungsausschusses des belgischen Kinderfonds und der Kinderbetreuung.
  • Generalvorsitzender der Alliance française (seit 2004).
  • Präsident von Télévie, einer gemeinnützigen Organisation von RTL-Fernsehen.
  • Mitglied von B Plus.

Tribut

  • Ehrenbürger von Uccle
  • Großes Band im Leopold-Orden; Königlicher Erlass vom 16. Juli 2012
  • Großoffizier der Ehrenlegion
  • Kommandant des Ordens der Eichenkrone

2018 beschloss der Stadtrat der Gemeinde Uccle, im Projektentwickler eine Straße nach ihm zu benennen matexi neu gebautes Wohngebiet.

Literatur

  • Humbert DE MARNIX DE SAINTE ALDEGONDE, tat present de la noblesse belge, Annuaire 2009, Brüssel, 2009.
  • Kerl DUPLAT, In Gedenken an Graf Jean-Pierre de Launoit, in: Bulletin der Assoziation des Adels des Königreichs Belgien, Brüssel, 2015.

Fußnote

  1. Die Trauerfeier fand am Montag, 17. November 2014 in der Dom St. Michael und St. Gudula, im Beisein vieler Würdenträger aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Auch die Königinnen Mathilde und paola waren bei der Zeremonie anwesend. Der Service konzentrierte sich auf Musik, zu der das Orchester Les Agréments et le Choer de Chambre de Namur und die Sänger Jose van Dam, Sophie Karthäuser, Anneke Luyten, Sarah Laulan und Charles Dekeyser. Die Beisetzung in der Familiengruft fand im intimen Kreis statt.