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Jean van Caloen (Loppem, 11. Juli1884 – Brügge, 22. Juni1972) war Besitzer der Burg Loppem, die er in eine Stiftung einbrachte.
Lebenszyklus
Baron Jean Joseph Marie Benoît Ghislain van Caloen war das vierte Kind in der Reihe von dreizehn von Baron Albert von Caloen und Marie-Thérèse van Ockerhout. Er heiratete seine Cousine Baroness Caroline van Caloen (1896-1926), Tochter von Ernest van Caloen und Marguerite van Caloen de Basseghem. Sie hatten einen Sohn, Roland van Caloen (1920-2014).
Caloen-Stiftung
Jean van Caloen erbte die Schlossdomäne in Loppem und ließ sich dort 1940 nieder. Nicht mehr lange, denn nach der deutschen Invasion wurde die Burg zunächst von Offizieren und bald von einem Trupp Soldaten bewohnt. Der angerichtete Schaden war beträchtlich. Währenddessen lebten Jean van Caloen und sein Sohn im Haus der Familie am Dijver in Brügge. Nach der Befreiung waren es nacheinander kanadische, englische und belgische Truppen, die das Schloss und die Domäne bis September 1945 besetzten.
Jean van Caloen und sein Sohn erkannten, dass das Schloss noch immer schwer an eine zeitgenössische Bewohnbarkeit angepasst werden konnte und beschlossen, das Anwesen in eine Stiftung zu überführen, die das Schloss mit seinen Sammlungen und Archiven und die Umgebung als Erbe bewahren und schätzen sollte.
Am 20. Dezember 1951 wurde die Caloen-Stiftung in Loppem etabliert. Nach dem Tod des Gründers erhielt es den Namen Jean-van-Caloen-Stiftung.
Seitdem wurde das Schloss gründlich restauriert und aufgewertet. Es ist auch als Denkmal anerkannt und geschützt. Die Familie organisiert die Öffnung für die Öffentlichkeit. Der Park, der an die Gemeinde Zedelgem verpachtet wurde, einschließlich des Labyrinths, ist auch für Wanderer dauerhaft geöffnet.
Genealogie
Neben der Verwaltung der Werke auf Schloss und Domäne, neben karitativen Aktivitäten, neben seiner regen Tätigkeit als Kunstliebhaber und der Erweiterung einiger auf der Domäne aufbewahrter Sammlungen, war Jean van Caloen auch ein Gestüt. Seine Forschungen konzentrierten sich hauptsächlich auf die alte Geschichte seiner Vorfahren und seiner Familie.
Als konkretes Ergebnis veröffentlichte er eine umfangreiche Genealogie über seine Familie. Was hier über die frühesten Jahrhunderte gesagt wird, sollte mit einiger Vorsicht betrachtet werden.
Veröffentlichung
- Histoire généalogique de la Maison de Calonne et van Caloen und Tournaisis et au comté de Flandre, Brüssel, 1958
Literatur
- Alban VERVENNE und A. DHONDT, Die Geschichte von Loppem, Loppem, 1974
- Roland VAN CALOEN, Schloss Loppem. Jean-van-Caloen-Stiftung, Brüssel, 1982.
- Oscar COOMANS DE BRACHINE, tat present de la noblesse belge, Annuaire 1985, Brüssel, 1985.
- Veronique VAN CALOEN, e. ein., Schloss Loppem Kasteel, Brügge, 2001