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John Kristel

Johannes Theodorus (John) Kristel (Amsterdam, 12. Februar 1908 – Leiderdorp, 15. März 1986), war Niederländer Musiker, Schlagzeuger, Bassist, Orchesterleiter.

John Kristel war in der Amsterdamse Rohr geboren als drittes Kind in erster Ehe seines Vaters Johannes Theodorus Kristel und Catharina Barendina Pesscher. Sein Vater war damals Lagerleiter und später Inhaber einer Werbeagentur. Er trat in den Dienst seines Vaters ein, aber in seiner Freizeit war er Schlagzeuger in einer Amateurband und spielte 1925 für die he Hilversum Wireless Broadcasting (Festplatte). Einige Zeit später spielte er in der amerikanischen Band Die Kentucky Cardinals während ihrer Verlobung in La Gaite in Amsterdam von Dezember 1928 bis Februar 1929. Im selben Jahr ging er zum ersten Engagement zu Groningen und als Leader und Schlagzeuger in ihrer eigenen fünfköpfigen Band aufzutreten Die wandernden Serenaders. Hier wurde sein Hauptinstrument der Kontrabass. Es folgte eine Erweiterung auf sieben Mitglieder und später eine Erweiterung auf zwölf Bandmitglieder.

1936 firmierte die Gruppe unter dem Namen John Kristel und die Troubadours für die KRO ins Land, um aufzutreten, und Sendungen werden vom Standort bereitgestellt. Es folgten Auslandsauftritte für Radiosendungen in Oslo (1937), Kopenhagen (1938) und Beromünster (1939) u.a. mit niederländischer Musik Tangos von Malando.

Weil die Einnahmen in Deutschland besser waren, ging das Orchester nach Hamburg, wie andere es taten. Das Nazi-Vorschriften jedoch widersetzten sich und die Band verließ bis Herbst 1941 für eine Tour durch mehrere Städte. Danach kehrte Kristel in die Niederlande zurück. Erst 1943 kam ein weiterer Tour eines Jahres nach Deutschland. Nach der Rückkehr in die Niederlande wurde die Band aufgrund sich verschlechternder Umstände aufgelöst. John Kristel untergetaucht, wurde aber trotzdem verhaftet und in Deutschland eingesetzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg baute er ein weiteres Orchester auf und verbrachte mit diesem zwei Jahre im Ausland. Er betreute unter anderem: Maurice Chevalier, Greta Keller, Lucienne Boyer, Rina Ketty, Evelyn Kunecke, Nebelinquette, Patachou, Mimi Thomas und Edith Piaf. Er trat für die Niederländisch, britisch und norwegischKönigshäuser.

Das umfassende Repertoire, das Jazz, populäre und klassische Musik umfasste, machte das Orchester bei festlichen Veranstaltungen im In- und Ausland sehr gefragt.

Von 1948 bis 1959 trat er mit dem Orchester an seinem ständigen Standort in der Sommersaison auf Grand Hotel Kurhaus Huis ter Duin im Noordwijk aan Zee und kaufte an dieser Stelle auch ein Mehrfamilienhaus.

Am 10. September 1969 wurde das 40-jährige Bestehen gefeiert und 1971 zog sich Kristel zurück und kümmerte sich um die Tiere, während das Orchester unter dem Namen weitergeführt wurde Orchester John Kristel existierte. 1986 starb John Kristel.

Talentsuche

1929 begann Kristel mit Amateurabenden (Talentshows), auch im Ausland, unter dem Namen Kabarett der Unbekanntenwo neue Talente entdeckt werden.

So gewann 1937 in SittardHermans anzeigen den zweiten Preis für seine Leistung als Clown summen und in der Schweiz 1947 Vico Torianic erster Preis. Er half Toon Hermans zu seinem ersten Plattenvertrag.

Rund 35 Künstlerinnen und Künstler konnten dadurch ihre Karrieren starten. Darunter waren TrompetenspielerWilly Schobben; Sänger Corry Bokken, Connie van Bergen, cisca peters, Ellis de Waal, Sonja Oosterman und Connie Vink; Sänger Ben Cramer und Johnny Ombach; Orchesterleiter/Arrangeur Willy Langstraat (Laguestra).

Anmeldungen

Es NOS-Fernsehprogramm Reichweite widmete Kristels vierzigjährigem Jubiläum am 10. September 1969 seine Aufmerksamkeit.

Am 18. April 1984 verbrachte es VARA-Radiosendung Wer will auf Niederländisch singen eine ganze Sendung an den Orchesterleiter.

Wissenswertes

John Kristel ist ein entfernter Verwandter des Filmstars Sylvia Kristel[1], obwohl er an anderer Stelle von ihr "Der Onkel" genannt wird.