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Jos De Haes (Löwen, 22. April1920 – jette, 1. März1974) war ein flämischer Dichter, Essayist und Radioproduzent.
Lebenszyklus
Er war der älteste Sohn von Alfons De Haes und Louisa Sterckx, beide aus bescheidenen Bauernfamilien. Alfons wurde Eisenbahner und dann Zollbeamter.
Nach der Grundschule in Leuven (1925-1932) besuchte er die Griechisch-Lateinischen Geisteswissenschaften an der St. Peter's College im Löwen (1932-1936) und das Sint-Pieterscollege in Jette (1937-1938), darunter Paul Vandenbussche als Mitstudent. 1938 begann er das Studium der Klassischen Philologie an der Katholische Universität Löwen und erwarb 1942 sein Lizentiat mit einer dem griechischen Dichter gewidmeten Abhandlung Erdnüsse. Von Mai bis August 1940 war er in Südfrankreich auf der Flucht.
Von 1942 bis 1945 war er Lehrer am Sint-Pieterscollege in Jette. 1945-1946 absolvierte er seinen Wehrdienst in Leopoldsburg und in Deutschland zusammen mit unter anderem Hubert van Herreweghen. In dieser Zeit hatte er zum ersten Mal Asthmaanfälle.
Er veröffentlichte Gedichte in der Zeitschrift Bühne (1943-1944), dessen Chefredakteur er war. Dort traf er Frank Meyland, Anton van Wilderode, Hubert Van Herreweghen, Christine D'Haen und Reninka. Er veröffentlichte dann in Poesie Spiegel wo er Paul De Rijck, Hubert Van Herreweghen, André Demedts und Albert Westerlinck getroffen. 1950 wurde er Kritiker bei Dietsche Warande und Belfort und wurde 1960 Mitglied der Redaktion.
1947 heiratete er Elza Adams. Das Paar hatte drei Söhne. Sie gingen hinein Auderghem leben und ab 1949 in Jette. Er wurde Kommentator an der Nationales Institut für Rundfunk (NIR). 1961 wurde er Leiter der literarischen und dramatischen Sendungen und des 3. Programms an der BRT. Er hat auch viele Jahre für das Fernsehprogramm mitgewirkt Vergiss nicht zu lesen.
Veröffentlichungen
- Die tiefe Wurzel, erste Gedichte im Sammelband 'Eintritt', 1941
- Die andere Kreatur, Poesie, 1942
- Pindaros' Puthischer Oden, Übersetzung, 1945
- Formen, Poesie, 1954, Arche-Preis des freien Wortes (1955) und Guido-Gezelle-Preis der Königlich-Flämischen Akademie (1956)
- Richard Minne, Aufsatz, 1956
- Reisebriefe aus Griechenland, Veröffentlichung N.I.R., Brüssel, 1956
- Sofokles' Philoktetes, Übersetzung, 1959.
- Azurblauer Hohlraum, Poesie, 1964, Poesiepreis der Provinz Brabant (1965), Literaturpreis der flämischen Provinzen (1965), Triennale Staatspreis für Poesie (1965).
- Elend des Wortes, Poesie, 1966
- Gesammelte Gedichte, erster Teil, Orion, 1974
- Gesammelte Gedichte, 1986
- Gesammelte Gedichte, 2004
- Jährliche Anthologie (zusammen mit Hubert Van Herreweghen), Davidsfonds, Leuven, 1966-1974.
Literatur
- Albert WESTERLINCK, Das poetische Weltbild von Jos De Haes, in: Dietsche Warande und Belfort.
- Willy SPILL BEIN Jos De Haes, Monographie in der Reihe 'Begegnungen', Herausgeber Desclée De Brouwer.
Externer Link
- Fiche Jos De Haes über Odis
- Fiche Jos De Haes Bei der Digitale Bibliothek für niederländische Literatur (dbnl)