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Josef Piontek
Josef Piontek
Josef Piontek
Persönliche Informationen
Vollständiger NameJosef Emanuel Hubertus Piontek
SpitznameSepp
Geburtsdatum5. März1940
GeburtsortBreslau, Flagge von Nazi-DeutschlandDeutschland
Jugend
1949–1958Flagge von DeutschlandVfL Germania Leer
Senioren
JahreszeitVereinW (G)
1958–1960
1960–1972
Flagge von DeutschlandVfL Germania Leer
Flagge von DeutschlandWerder Bremen

278(16)
Länderspiele
1965–1966Flagge von DeutschlandWest Deutschland6(0)
Ausgebildete Vereine
1972–1975
1975–1976
1976–1978
1978–1979
1979–1990
1990–1993
1993
1995–1996
1997–1999
2000–2002
Flagge von DeutschlandWerder Bremen
Flagge von DeutschlandFortuna Düsseldorf
Flagge von Haiti Haiti
Flagge von DeutschlandFC St. Paulic
Flagge von Dänemark Dänemark
Flagge der Türkei Truthahn
Flagge der TürkeiBursaspor
Flagge von DänemarkAalborg BC
Flagge von DänemarkSilkeborg IF
Flagge von Grönland Grönland
Portal  Portalsymbol  Fußball

Josef ("Sepp") Piontek (Breslau, 5. März1940) ist ein ehemaliger Deutsche Fußballspieler und Trainer.

Piontek wurde in Breslau geboren, aber nach dem Vertreibung er ließ sich mit seiner Familie im Nordwesten Deutschlands nieder. Er begann seine Karriere bei der Jugend von Germania Leer und wechselte 1960 zum großen Werder Bremen, mit dem er bereits ein Jahr später die Meisterschaft gewann. DFB-Pokal mit gewonnen. 1965 wurde er mit Bremen Meister und wurde damit auch in die Nationalmannschaft berufen, für die er nur sechs Spiele bestritt. 1968 wurde Bremen Vizemeister und blieb dort für den Rest seiner Karriere bis 1972.

Nach seiner aktiven Karriere wurde er Trainer und fing bei Bremen an. Nach drei Jahren wechselte er zu Fortuna Düsseldorf, wurde hier aber nach einer Saison entlassen. Nachdem er zwei Jahre lang die haitianische Nationalmannschaft trainiert hatte, kehrte er 1978 nach Deutschland zurück, um zu St. Pauli zu wechseln. 1979 durfte er auf Empfehlung von Hermann Neuberger, Präsident des Fußballverbandes, als dänischer Nationaltrainer arbeiten. Der dänische Verband spielte fast ausschließlich mit Spielern aus der eigenen Liga und ignorierte Spieler, die im Ausland aktiv waren. Piontek änderte dies und reiste zweimal im Jahr durch Europa, um dänische Spieler bei der Arbeit in den ausländischen Wettbewerben zu sehen. Damit läutete eine der erfolgreichsten Zeiten für die Dänen ein.

Piontek führte die Dänen zum Europameisterschaft 1984 im Frankreich, und hielt so die Engländer zu Hause. Die Nationalmannschaft wurde hinter ihrem Heimatland Frankreich Zweiter in ihrer Gruppe und erreichte das Halbfinale, wo die Dänen folgten Elfmeter verloren zu Spanien. Zwei Jahre später ging Dänemark an die Weltmeisterschaft. Hier haben die Dänen tatsächlich die Deutschen besiegt, mit denen Piontek neben Georg Buschner Der einzige deutsche Bundestrainer einer anderen Mannschaft ist, dass die Deutschen in einem Spiel mit Einsätzen schlagen könnten. Dänemark erreichte auch hier die zweite Runde, aber auch hier war Spanien der Schuldige. Zwei Jahre später qualifizierte sich das Land erneut für die EK, ging aber nun in der Gruppenphase aus. 1990, nach elf Dienstjahren, wurde ihm für seine Verdienste gedankt, als es ihm nicht gelang, das Land zur Weltmeisterschaft zu führen. Ihm folgte Richard Möller Nielsen.

Von 1990 bis 1993 wurde er Nationaltrainer der Türkei und trainierte 1993 parallel Bursaspor. 1995 kehrte er nach Dänemark zurück, wo er Aalborg BK und 1997 Silkeborg trainierte. Er beendete seine Karriere zunächst 1999, wurde aber ein Jahr später Grönlands Trainer, bis er 2002 endgültig in den Ruhestand ging.

Piontek lebt mit seiner dänischen Frau auf der Insel Fünen und hat eine Tochter, die 1985 geboren wurde.