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Joseph Jean Mathieu Merlot (Seraing, 27. April1913 - Lüttich, 21. Januar1969) war ein belgischer Politiker, Bürgermeister und Minister für die PSB.
Lebenszyklus
Merlot war der Sohn von Joseph Merlot und promovierte in Rechtswissenschaften sowie in Politik- und Sozialwissenschaften. Er wurde Rechtsanwalt und während der Zweiter Weltkrieg Teil des Widerstands. 1947 wurde er als Nachfolger seines Vaters Bürgermeister von Seraing und 1954 Mitglied des Parlaments in der Bezirk Lüttich gewählt. Beide Mandate hatte er bis zu seinem Tod inne.
Beeinflusst von der wallonischen Bewegung setzte sich Merlot ab 1959 für die Idee einer Wallonie ein, die ihren Weg in ein aufzubauendes Europa finden sollte. Nach den Winterstreiks 1960-1961 trat er der Mouvement Popular Wallonien von André Renard.
Von 1961 bis 1962 war er Minister für öffentliche Arbeiten in der Regierung von Lefèvre und so die Sprachgrenze herausgearbeitet. Nach der damals noch Lütticher Gemeinde Futter 1962 an die Provinz Limburg überstellt wurde, führte dies zu heftigen Protesten der PSB-Niederlassung Lüttich. Kurz darauf trat Merlot aus der Regierung zurück. 1965 wurde er gebeten, wieder Minister zu werden, lehnte jedoch ab.
Zusammen mit Freddy Terwagne Merlot entwarf einen Plan zur wirtschaftlichen Dezentralisierung und zur Schaffung der Regionen und versuchte, die PSB davon zu überzeugen, dies in das Parteiprogramm aufzunehmen. Auf dieser Grundlage wurde er 1968 stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister der Regierung-G. Eyskens IV. Als Minister würde sich Merlot mit der wirtschaftlichen Dezentralisierung befassen, um den Grundstein für den belgischen Föderalstaat zu legen. Er blieb jedoch nicht lange Minister, da er 1969 unerwartet an den Folgen eines Verkehrsunfalls starb.
Externer Link
- Merlot-Blatt auf connaitrelawallonie.be.
| Vorgänger: Omer Vanaudenhove | Minister für öffentliche Arbeiten 1961-1962 | Nachfolger: Georges Bohy |
| Vorgänger: Jacques Van Offelen | Wirtschaftsminister 1968-1969 | Nachfolger: Edmond Leburton |
| Vorgänger: Willy De Clercq | Stellvertretender Ministerpräsident 1968-1969 | Nachfolger: André Cools |