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Joseph Deleu | ||||
Joseph Deleu | ||||
| Allgemeine Information | ||||
| Geboren | 20. April1937 | |||
| Geburtsort | Roeselare | |||
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Joseph Hugo Maria Deleu (Roeselare, 20. April1937) ist ein flämischDichter und Prosaist.
Biografie
Jozef Deleu ist der jüngste Sohn einer Bauernfamilie, deren Vater ein eingebürgerter Franzose war. Nach seinem Studium an der Volksschule unterrichtete er von 1956 bis 1970.
1962 debütierte Deleu als Prosaautor mit der Novelle das Treffen und 1963 als Dichter mit der Sammlung Schatten gehen. Sowohl in seiner Poesie als auch in seiner Prosa sieht er den Menschen ständig zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft gequetscht. Das Bewusstsein um die Zeitlichkeit allen Lebens verleiht seinem Werk einen stark melancholischen Charakter. Schon in seinen ersten Texten zeigt er ein großes Gespür für Wortschatz und Stil und hat neben Poesie und lyrischer Prosa auch eine Reihe bemerkenswerter kulturpolitischer Reden gehalten. Die Agoraphobie der Kanoniker ist die bekannteste und der Titel der Rede wurde in Flandern ein Begriff. Deleus Werk wurde ins Französische, Deutsche, Englische, Ungarische, Bulgarische und Serbokroatische übersetzt.
Deleu ist nicht nur Autor von Gedichten und Prosa, sondern hat auch mehrere Anthologien zusammengestellt. Es Großes Versbuch, fünfhundert Gedichte über Leben, Liebe und Tod war das wichtigste und wurde weit verbreitet.
Nach seiner Pensionierung gründete Deleu 2003 Das lügende Kaninchen, Zeitschrift für zeitgenössische niederländischsprachige Poesie op. Er ist alleiniger Herausgeber dieser Zeitschrift.
Seit dem 1. Januar 2005 ist Deleu Mitglied des Verwaltungsrats des flämischen öffentlich-rechtlichen Senders VRT. Nominiert wurde er dafür von der SP.A.
Unsere Heritage Foundation und Verwandte
Auf Anregung des flämischen Schriftstellers André Demedts, 1957 gründete er die Zeitschrift Unser Erbe dessen Chefredakteur er bis 2002 war. 1970 verließ er die Ausbildung und übergab die Zeitschrift Ons Erfdeel an die unabhängige flämisch-niederländische „Stichting Ons Erfdeel“, deren Geschäftsführer er wurde. 1972 gründete er die Zeitschrift Septentrion, Kunst, Briefe und Kultur de Flandre et des Pays-Bas auf. Das Magazin will die niederländischsprachige Kultur in der Frankophonie bekannter machen. 1976 gründete er das zweisprachige Jahrbuch Französische Niederlande / Les Pays-Bas Français auf. Dieses Jahrbuch soll den Austausch zwischen Nordfrankreich und dem niederländischen Sprachraum fördern. Das Jahrbuch wurde 1993 gegründet Die Niederlande. Mit diesem Jahrbuch soll die englischsprachige Welt besser über die Kultur der Niederlande und Flanderns informiert werden.Unter seiner Leitung wurde die „Stichting Ons Erfdeel“ zu einer flämisch-niederländischen kulturpolitischen Institution ausgebaut, die neben der Herausgabe der oben genannten Zeitschriften, veröffentlichten auch informative Bücher in verschiedenen Sprachen über Sprache, Literatur und Kultur der Niederlande. An der belgisch-französischen Grenze, in Westflämisch Gestell, Untergemeinde der Stadt Menen, ließ er 1972 die „Stiftung Dialogzentrum Erfdeel“ errichten.
Preise
- Preis Flämische Poesietage (1965)
- Charakterpreis Visser Neerlandia (1970)
- Orden des Flämischen Löwen (1972)
- Silbermedaille Robert Schuman (1973)
- André Demedts-Preis, mit Ehefrau Annemarie Deblaere (1974)
- Ehrensenator der Europäischen Bewegung (1976)
- Prix Descartes (1974)
- G. H. 's-Gravesande-Preis des Jan Campert Stiftung (1981)
- Lieven-Gevaert-Preis (1989)
- Großer Kulturpreis Ostflanderns (1989)
- Preis des PEN - Zentrum von Flandern (1991)
- Adam de la Poesie (1994)
- Preis für Poesie von Westflandern (1995)
- Taalunie-Medaille der Niederländischen Sprachunion (1995)
- Preis der flämischen Regierung (2002)
- Goldene Ehrenmedaille des Flämischen Parlaments (2002)
- Preis für die flämisch-niederländische kulturelle Zusammenarbeit (2009, zusammen mit Jeroen Brouwers)
Das Universität Gent verlieh ihm 1994 die Ehrendoktorwürde.
Offizielle Auszeichnungen
- Kommandant im Orden von Oranien – Nassau (Niederlande, 1996)
- Chevalier de l'Orde National du Mérité (Frankreich, 2001)
- Officier des Arts et Lettres (Frankreich, 2003)
- Ehrenbürger der Stadt Menen (2003)
- Großoffizier im Leopold-Orden (Belgien, 2003)
- Großoffizier im Krone bestellen
Einige Arbeiten
- Schattenwanderung (1963)
- Ludo und Fliepo (1965)
- Nachtarbeit (1970)
- Briefe an die andere Seite (1972)
- Französisch-Flandern (1972)
- Großes Versbuch (1976)
- Hymnen aus dem Hinterland (1981)
- Zeichen der Zeit (1984)
- Die Hasen auf der Bilge (1985)
- Die Agoraphobie der Kanoniker (1987)
- Citoyen de la Frontiere (1988)
- Jenseits der Grenze (1990)
- Der Jäger hat einen Sohn (1995)
- Hasen-Truppen zusammen (2000)
- Gras, das weiter wächst (2005)
- Es vergeht (2007)
Externe Links
- Website von Jozef Deleu
- Biografien, Werke und Texte Bei der Digitale Bibliothek für niederländische Literatur (dbnl)