WikiDer > Jon Leifs
.jpg?width=260)

Jon Leifs (Solheimar, Austur-Húnavatnssýsla, 1. Mai1899 — Reykjavík, 30. Juli1968) war ein isländischKomponist, Dirigent und ein Musikschriftsteller.
Leben und Arbeiten
Nach einer Kindheit an der Nordwestküste verließ er Island im Alter von 17 bis Deutschland an der studieren Wintergarten von Leipzig. Seine Lehrer waren Robert Teichmüller (Klavier) und Paul Graener (Komposition). Dort lernte er seine Frau Annie Riethof kennen, die auch Klavier studierte. Er schloss sein Studium 1921 ab, beschloss, mit dem Klavierspiel aufzuhören und wandte sich dann dem Komponieren und Dirigieren zu. Nach dem Unterricht mit u.a. Hermann Scherchen er wurde ein erfolgreicher Dirigent, insbesondere in Deutschland, Tschechoslowakei und Skandinavien. Er schrieb auch viele Artikel für Zeitungen und Zeitschriften über verschiedene Facetten der Musik und des Komponierens.
Er und seine jüdisch Frau hatte zwei Töchter, Snot und Líf. Er besuchte nacheinander in Rehbrücke Potsdam, Wernigerode (Harz) und Baden-Baden. Zum Zeitpunkt der Zweiter Weltkrieg Jón und seine Familie wurden von den Nazi-'s, aber sie hatten Glück, dass sie nicht abgeschoben wurden. 1944 durften sie überraschenderweise nach Schweden bewegen. Kurz nachdem er mit seiner Familie in Stockholm angekommen war, ließ er sich von seiner Frau scheiden. Deshalb wurde er verdächtigt Zusammenarbeit mit den Nazis. Diese Verleumdung verfolgte ihn für den Rest seiner Karriere.
1945 kehrte er nach Island zurück, wo er sich als Komponist der Aufgabe stellte, dem Land eine eigene musikalische Identität zu geben. Er wurde auch ein Verfechter der Künstlerrechte.
Annie und ihre Töchter waren in Schweden zurückgeblieben. 1947 ertrank seine 17-jährige Tochter Líf beim Schwimmen vor der schwedischen Westküste. Tief betroffen von diesem Verlust, schrieb Jón Torrek (für Stimme und Klavier), Requiem (für gemischten Chor), Erfiljóð und Vita und Mors, gilt als eines seiner besten Werke. Während dieser Zeit heiratete Jón erneut und ließ sich bald wieder scheiden. 1956 heiratete er zum dritten Mal.
Bemerkenswerte Merkmale seiner Arbeit sind Elemente aus der edda und die Isländer Sagas, die er in seine Kompositionen eingewebt hat. Das gilt nicht nur für die Handlungsstränge, sondern auch für die Integration der typisch mittelalterlichen isländischen Musik und Gesangstechniken Rimura und tvisongur in seinen Orchesterwerken. Darüber hinaus verwendete er eine große Menge ungewöhnlicher Schlaginstrumente. Beispiele sind (zunehmende Größe) Steine und Geröll, die geschlagen werden, Eisenketten, die Bearbeitung von massiven Eisenambossen mit Vorschlaghämmern und die Verwendung von Eisenschilden, die mit Holz und Leder bezogen sind.
Seine neueste Arbeit "Hughreysting", Intermezzo fyrir strokhljómsveit ("Trost", Intermezzo für Streichorchester) schrieb er auf seinem Sterbebett als letzten Gruß an die Menschheit. Er starb 1968 in Reykjavik an Lungenkrebs. Das Leben von Jón Leifs und seiner Familie verläuft durch die isländische Direktor Hilmar Oddsson verfilmt in Tár úr steini (Tränen aus Stein).
Kompositionen (Auswahl)
- Torrek - Zwischenspiel (1919), gewidmet seiner zukünftigen Frau.
- Studien für Solovioline, op. 3.
- Þríþætt hljomkviða (Trilogia piccola), op. 1 (1919-1924).
- Minni Island, op. 9 (1926).
- Galdra-Loftr, op. 6a (1925).
- Forleikr að "Galdra-Lofti" (Overtüre zu "Loftr"), op. 10 (1927).
- Mors et Vita , opus 21 (Erster Streichquartett).
- Torrek Opus 33a.
- Erfiljóð, op. 35.
- Íslensk rímnadanslög (Isländischer Volkstanz), op. 11 (1923-1931).
- Edda I, Oratorium - Schöpfung, op. 20 (1935).
- Requiem, op. 33 (1947).
- Þrjú óhlutræn málverk (Trois peintures abstraites), op. 44 (1955).
- baldr, op. 34 (1948).
- Sinfonia I (Söguhetjur), opus 26 (1941-1942), auch bekannt als Saga-Symphonie.
- Vita und Mors, opus 36 (Zweites Streichquartett) (1951).
- Reminiszenz du Nord, op. 40 (1952).
- Geysir, op. 51 (1961).
- Hekla, op. 52 (1961).
- Dettifoss, op 57.
- Hafis, opus 61.
- Elegie (Hinsta kveðja), opus 53 (1961), geschrieben zum Gedenken an seine Mutter.
- El Greco, op. 64 (Drittes Streichquartett).
- Hughreysting (Troost), Intermezzo für Streichorchester
Externer Link
- (das) Biografie Jón Leifs