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Camp Fullen | ||
| Inbetriebnahme | Sommer 1938[1] | |
| Geschlossen | 25. März 1945[1] | |
| Ort | Gross Fullen | |
| Verantwortliches Land | Nazi Deutschland | |
| Koordinaten | 52° 42′ N, 07° 11′ O | |
| Administrator | Reichsarbeitsdienst OK W | |
| Zahl der Todesopfer | 2388 | |
Camp Fullen (Deutsche: Lager X Fullen) war der zehnte von fünfzehn Emslandlager. Lager X befand sich in der Nähe des Dorfes Fullen bei Meppen, etwa fünfzehn Kilometer östlich von Emmen.
Geschichte
Das Lager wurde 1938 von der Reichsarbeitsdienst gebaut. Anfangs gab es Arbeitslose, die Emsland in die Kultur gebracht. 1939 dauerte es Oberkommando der Wehrmacht (OKW) über das Lager. Er ließ das Lager in ein Zuchthaus für 1000 Menschen umbauen. Unmittelbar nach dieser Renovierung wurde ein Teil des Lagers abgerissen und in die Westwall. September 1938 befanden sich 1200 Häftlinge im Lager. Bis Oktober 1939 war diese Zahl auf 800 gesunken. Ab September 1939 wurden im Lager auch Kriegsgefangene untergebracht. Anfangs eine sehr kleine Zahl. Im September 1941 trafen 1700 gefangene sowjetische Soldaten in Fullen ein. Im Herbst 1943 trafen etwa 1200 italienische Kriegsgefangene ein. Camp Fullen steht nicht in der offiziellen deutschen Konzentrationslagerliste.[2] Es ist bekannt als Teil von Stalag VI B Meppen-Versen. wenn Emslandlager[3] das Lager heißt Lager X Fullen. In den letzten Kriegsjahren wurde das Lager hauptsächlich als Internierungslager für italienische Soldaten genutzt.
Umstände
Wie die von der Justiz verurteilten Häftlinge mussten auch die Kriegsgefangenen im Torf Schwerstarbeit leisten. Sie arbeiteten auch in verschiedenen Handwerksbetrieben. Fullen hat auch viele Todesfälle unter seinen Lagerinsassen aufgrund seiner harten Arbeit, der miserablen Lebensbedingungen und der schweren Misshandlungen. In Camp Fullen gab es ein Krankenhaus namens Italian Hospital. In Bergamo (It) wurde 1946 das Buch des überlebenden P. E. Ettore Accorsi mit seinen Erinnerungen unter dem Titel „Fullen – Il Campo Della Morte“ veröffentlicht. Der Titel "Lager des Todes" ist ausreichend.
Nach dem Krieg
April 1945 wurde das Lager von den Polen befreit. Sofort zündeten sie das Lager an, außer einem einzigen Schild an einem Laternenpfahl ist nichts mehr vom Lager übrig. Der Lagerfriedhof (Kriegsgräberstätte) ist noch heute zu finden. Hier liegen 137 namentlich bekannte Opfer (hauptsächlich Russen) und rund 1.500 unbekannte russische Soldaten. Die 751 verstorbenen italienischen Soldaten wurden nach Italien oder auf den italienischen Ehrenfriedhof in Hamburg-Öjendo überstellt.
Zahl der Todesopfer
Schätzungsweise 100.000 Kriegsgefangene und 80.000 politische und Strafgefangene mussten in den fünfzehn Emslandlagern bleiben. Schätzungsweise 30.000 dieser Häftlinge wurden im Emslandlager ermordet. Das sind zum größten Teil Russisch Kriegsgefangene gewesen. Diese liegen auf neun Friedhöfen und sind in Massengräbern begraben. Mit Sicherheit lässt sich pro Lager nichts Konkretes sagen, sowohl in Bezug auf die Bevölkerung als auch in Bezug auf die Zahl der Todesopfer. Von einigen Friedhöfen ist bekannt, wie viele Menschen dort begraben sind und welche Nationalität diese Menschen hatten. Es ist nicht bekannt, wie viele der 180.000 Lagerbewohner den Krieg überlebten. Viele wurden später in anderen Lagern ermordet.
Flucht
Manchmal mussten die Häftlinge einige hundert Meter von der niederländischen Grenze entfernt arbeiten. Die Gefangenen versuchen regelmäßig, über die niederländische Grenze zu fliehen. Bei diesen Versuchen wurde auf die Häftlinge geschossen. Trotzdem waren mehrere Dutzend Fluchten erfolgreich. Aber die Niederlande schickten die Asylsuchende in den meisten Fällen zurück. Dies bedeutete oft den Tod des Flüchtlings. In einigen wenigen Fällen, die öffentliche Aufmerksamkeit erregten, wurden Asylsuchende nicht nach Deutschland zurückgeführt, sondern in andere Länder abgeschoben.
Literatur
- ausfüllen. Von Albanien zum Lager VI/C in Fullen: Zeichnungen und Tagebuchnotizen des internierten italienischen Soldaten Ferruccio Francesco Frisone von Ferruccio Francesco Frisone. Lalito, 2013. [Niederländische Sprache] ISBN 9789081887526
- Im Torf gefangen. Die Geschichte der Emslandlager Pieter Albers Verlag Friese Pers/Noordboek, Ausgabe 4 / 2009. ISBN 9789033005411
- Erich Kosthort und Bernd Walter: Konzentrations- und Strafgefangenenlager im Dritten Reich, Beispiel Emsland, 3 Bde. Düsseldorf 1983
- Kurt Buck: Auf der Suche nach den Moorsoldaten. Emslandlager 1933 - 1945 und die historischen Orte heute. Papenburg 6. Aufl. 2008
- Giovanni R. Frisone und Deborah Smith Frisone: Von Albanien ins Stalag VI C, Zweiglager Versen und Fullen. Zeichnungen und Tagebuchaufzeichnungen des italienischen Militärinternierten Ferruccio Francesco Frisone 1943-1945, Papenburg 2009 (ISBN 978-3-926277-18-3 )
- Eric Kosthorst, Konzentrations- und Strafgefangenenlager im Emsland 1933 - 1945: zum Verhältnis von NS-Regime und Justiz, Düsseldorf, 1985
Siehe auch
Externe Links
- Gedenkstätte Esterwegen
- Lager X Fullen
- Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager
- Vergessene Vergangenheit - Emslandlager
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise |
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