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Karl Peter Berg
Karl Peter Berg
Ex-Kommandant Karl Peter Berg im Lager Amersfoort (1945)
Geboren18. April1907
Bad Honnef
Verstorben22. November1949
Weesperkarspel, Die Niederlande
LandschaftFlagge von Deutschland (1935-1945).svgNazi Deutschland
TeilSDInsig.pngSicherheitsdienst
Dienstjahre???? -1945
RangSS-Untersturmführer Kragen.pngSchulter-wss-ill-untersturmf.jpg
SS-Untersturmführer
AuftragLagerkommandant Campingplatz Amersfoort
Schlachten/KriegeZweiter Weltkrieg
Portal  Portalsymbol  Zweiter Weltkrieg

Karl Peter Berg (Bad Honnef, 18. April1907Weesperkarspel, 22. November1949) war ein Deutsche Lagerkommandant, der nach dem Zweiter Weltkrieg wurde zum Tode verurteilt wegen Verbrechen, die während der Deutsche Besetzung der Niederlande.

Während der Zweiter Weltkrieg er war Mitglied der SS, der militärische Zweig der deutschen NSDAP, mit dem Rang von SS-Hauptscharführer. Ab Juni 1941 war er Kommandant der Konzentrationslager Schoorlbis dieses Lager im Oktober 1941 geschlossen wurde.

Später kam Berg zu Campingplatz Amersfoort und wurde dort Schutzhaftlagerführer II (zweiter stellvertretender Kommandant) unter SS-ObersturmführerWalter Heinrich. Wegen Heinrichs Krankheit wurde er bald zum Stellvertretener Schutzhaftlagerführer (stellvertretender Kommandant) und 1943 folgte er ihm als Lagerkommandant. In Schoorl hatte Berg wegen Gräueltaten kaum etwas mitbekommen, aber in Amersfoort misshandelte er oft selbst Häftlinge. Er war auch an der Hinrichtung von 77 . beteiligt Russisch und etwa 200 nichtrussische Gefangene. Unter seiner Führung waren die Lebensbedingungen der Häftlinge sehr schlecht, sowohl wegen der Misshandlungen als auch der viel zu geringen Essensrationen.

Berg floh am 20. April 1945 nach Scheveningen, wurde aber festgenommen.[1] Er wurde 1949 Berufung eingelegt zum Tode verurteilt; ein Pardon wurde abgelehnt. Bei seiner Hinrichtung in 1949 er selbst war der erste, der – unerwartet – das Kommando „Feuer“ gegen das Erschießungskommando rief Fort Bijlmer im Weesperkarspel.

Berg wird in einem anonymen Grab begraben auf Der neue Norden Friedhof in Amsterdam. Seine Uniformstiefel sowie der Originalschreibtisch des Lagerkommandanten sind in der Ausstellung ausgestellt Nationales Gedenklager Amersfoort.[2]

Literatur

  • Lou de Jong: Das Königreich der Niederlande im Zweiten Weltkrieg, 1939-1945. pdf-DokumentTeil 8, zweite Hälfte, s. 581-583 und 589-609 (9-11 bzw. 17-37 im pdf).