WikiDer > Zifferblattteiler

Kiesdeler
Zur Situation unter anderem in Belgien siehe Methode-D'Hondt.

Das Quote ist mit Wahlen die Gesamtzahl der Stimmen geteilt durch die Anzahl Sitze das lässt sich teilen. An einer Wahlsystem von proportionale Darstellung Im Prinzip ist dies auch die Anzahl der Stimmen, die pro Sitz benötigt werden, um zu gewinnen.

Werden beispielsweise insgesamt 10 Millionen gültige Stimmen für 100 Sitze abgegeben, beträgt die Quote = 100.000. Für je 100.000 erhaltene Stimmen erhält eine Partei 1 Sitz.

Die Quote ist nicht die gleiche wie die Wahlschwelle: Die Mindestanzahl an Stimmen, um mindestens einen Sitz zu erhalten. In manchen Ländern liegt diese weit über der Wahlquote, so dass es keine Fraktionen mit einem einzigen Mitglied geben kann, sondern nur Gruppen mit mehreren Mitgliedern. Bei einigen anderen Wahlen gibt es keine Wahlschwelle.

Bei einem Wahlsystem mit Verhältniswahl nach einem Listensystem werden die Sitze nach den Wahlen zunächst nach der Wahlquote verteilt. Denn es kommt fast nie vor, dass die Stimmenzahl jeder Partei genau eins beträgt mehrere der Wahlquote bleiben die Sitze danach bestehen. Diese nennt man Restplätze und werden über ein vorab festgelegtes System an die Parteien verteilt.

Bei den niederländischen Wahlen zum Abgeordnetenhaus kann eine politische Partei, die nicht mindestens die für einen Sitz erforderliche Stimmenzahl erreicht, keinen Restsitz erhalten. In diesem Fall entspricht die Wahlschwelle also genau der Wahlquote. Für die anderen Wahlen in den Niederlanden gibt es keine Wahlschwelle, auch Parteien, die die Quote nicht erreicht haben, haben eine Chance auf einen Restsitz.

Auch für die Wahl mit verkozen Vorzugsstimmen der Selektor ist wichtig. Hier reichen jedoch bei niederländischen Wahlen nur 25 % der Wahlquote aus, sofern die Liste insgesamt genügend Sitze erreicht hat.

Externer Link