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Klerikalisme
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Karikatur über die Haltung des Klerus zur öffentlichen Bildung (ecole laique la)

unten Klerikalismus (auch geschrieben: Klerikalismus) wird üblicherweise als Einmischung der (römisch-katholischen) kirchlichen Autorität in Angelegenheiten der weltlichen Autorität verstanden.

Verhältnis zwischen Kirche und Staat

Während der altes Regime kirchliche und weltliche Macht waren eng miteinander verflochten.

Unter dem Einfluss der Ideen der Beleuchtung Im späten 18. Jahrhundert wurde in den meisten westeuropäischen Ländern und den Vereinigten Staaten die Trennung von Kirche und Staat umgesetzt. Diese Trennung wurde jedoch nie vollständig umgesetzt, und die kirchlichen Autoritäten versuchten auf verschiedene Weise, ihren Einfluss zurückzugewinnen. Dies könnte dazu führen, dass der Klerus den Gläubigen die kirchlichen Vorschriften mehr oder weniger mit Zwang auferlegt. Beispielsweise könnten bestimmte Bücher verboten werden oder es könnte vorgeschrieben werden, dass die Gläubigen keinen anderen Glauben heiraten dürfen, nur Mitglieder katholischer Organisationen sein dürfen und eine politische Partei mit katholischer Unterschrift wählen müssen. Auch die kirchlichen Behörden versuchten, Einfluss auf die Bildung zu nehmen. Dies spiegelte sich im Schulkampf wider, wie er beispielsweise in Die Niederlande und Belgien. Zudem versuchten die Kirchenbehörden durch Lobbyarbeit, das Landesrecht an die kirchliche Lehre anzupassen. In bestimmten Ländern, wie z Portugal und Spanien unter den jeweiligen Diktaturen und in geringerem Maße IrlandKlerikalismus herrschte.

Gegen diese Entwicklungen, die sich in jedem Land auf seine Weise vollzogen, entstanden säkulare Gegenbewegungen wie die Säkularisierung in Frankreich.

Übrigens war auch das Umgekehrte keine Seltenheit. In dem Vereinigtes Königreich der Niederlande (1815-1830) war es der König Wilhelm II die sich nachdrücklich in religiöse Angelegenheiten einmischten, sowohl von Protestanten als auch von Katholiken. In dem anglikanische Kirche ist der britische König oder die britische Königin formell das Oberhaupt der Konfession und so weiter.

Beziehung zwischen Kirche und Gläubigen

Eine andere Bedeutung des Wortes Klerikalismus ist die Eigenschaft, dass sich die Geistlichen in ihre eigene Welt – mit ihren eigenen Wahrheiten – zurückziehen, ohne zu merken, was in der realen Welt vor sich geht. In diesem Sinne sind die Worte des Präfekten der Vatikanischen Kongregation für den Klerus, Beniamino Stella[1] verstanden werden: Klerikalismus schadet sowohl den Priestern als auch den gewöhnlichen Gläubigen.