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unten Kolonialwaren man versteht eine Reihe von Gütern wie die aus ersterem Kolonien entstanden oder wurden dort angebaut. Dies betraf vor allem Nahrungs- und Genussmittel wie Kaffee, Tee, Kakao, Tabak, (Rohr-)Zucker, Gewürze, Kartoffeln und Palmöl. Teilweise wurden auch Textilien oder ähnliche Produkte aus den Kolonien verkauft.
Der Begriff wurde sicherlich bereits im 18. Jahrhundert verwendet, sowohl in den Niederlanden als auch in Flandern.
Es gab Großhändler für Kolonialwaren, und als diese Waren einem breiteren Publikum zugänglich wurden, entstanden vielerorts Einzelhandelsgeschäfte. Als die Transportmittel jedoch billiger wurden, verschwand der mehr oder weniger abenteuerliche Charakter dieses Gewerbes und damit die Notwendigkeit einer Spezialisierung auf diese Art von Produkten. Die Händler erweiterten ihr Sortiment um beispielsweise Lebensmittel. Einige Firmen spezialisierten sich jedoch nach und nach auf ein bestimmtes Produkt wie Kaffee oder Textilien. Die Abwicklung wurde natürlich auch von den größeren Firmen übernommen.
Der Handel mit Kolonialwaren war für einige Firmen sehr profitabel und sie machten ein Vermögen. Mehrere große Unternehmen, wie z Douwe Egberts (Kaffee), Van Nelle (Kaffee, Tee und Tabak) und Colruyt (Kaufhauskette) entstand aus dem Handel mit Kolonialwaren.
Der Begriff "koloniale Waren" verschwand jedoch. Sie lebt noch in einigen alten Gebäuden, einigen Inschriften und in einigen literarischen Werken weiter.