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EIN korwar(-image) ist ein Ahnenbild der Insel Biak in dem Geelvink Bay oder Cenderawasih-Bucht in der indonesischen Provinz Papua.
Die Bilder sind mit dem Ziel entstanden, verstorbenen Vorfahren, die ohne Körper die Erde durchstreifen, einen neuen Körper zu geben. Der Korwar besteht aus Holz, in sehr seltenen Fällen auch aus Kalkstein. Es hat die Form eines riesigen Kopfes, der auf einem kleinen Unterkörper steht, und hat somit eine primitive Form eines Menschen. Ursprünglich wurde der Schädel des verstorbenen Vorfahren in die Statue eingearbeitet, und der Hauptteil der Statue bestand aus einem in Holz ruhenden Schädel. Die Verwendung von Schädeln zu diesem Zweck wurde Anfang des letzten Jahrhunderts auf Antrag der Mission von der niederländischen Verwaltung auf Biak verboten.
Korwars werden im Wohnzimmer aufgestellt und können verwendet werden, um den Erfolg eines bevorstehenden Geschäfts oder einer Aktivität vorherzusagen. Beginnt das Bild zu vibrieren oder sich zu bewegen, ist die bevorstehende Aktivität laut Biakkers gefährlich und sollte abgeraten werden.
Die ethnologischen Museen in den Niederlanden - het Museum für Völkerkunde in Leiden, die Tropenmuseum in Amsterdam und die Weltmuseum Rotterdam - viele Dutzend Korwars in ihrer Sammlung haben. Leiden hat einen Korwar von 1830, [1], das Tropenmuseum, das während der Ätna-Expedition 1858 nach Nord-Neuguinea.
Literatur
- Baaren, Th. P. van, Korwars und Korwar-Stil; Kunst und Ahnenkult in Nordwest-Neuguinea. Den Haag, 1968.
- Corbey, R., Korwar; Nordwest-Neuguinea Ritualkunst nach missionarischen Quellen. Leiden: C. Zwartenkot Art Books, 2019
- Duren, D. van, "Ein alter korwar aus Neuguinea im Amsterdamer Tropenmuseum", in: Tribal – das Magazin für Stammeskunst IX-1, Nr. 34, Frühjahr 2004, pp. 110-113.
- Smidt, D.A.M., "Korwars: eloquent images as mediators between the living and the dead", in: M. Holsbeke (Hrsg.), Das Objekt als Mittler; zur transzendierenden Bedeutung von Kunst in traditionellen Kulturen culture. Antwerpen: Ethnographisches Museum der Stadt Antwerpen, 1996, S. 68-77.