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Kwelkade

EIN versickern ist ein Kai an der Innenseite des Flussdeiches, der parallel zum Deich verläuft, aber an seinen Enden an ihn anschließt. Flusswasser versickert unter dem Deich über grobkörnige Sand- und Kiesschichten – die sogenannten Sickerrinnen – und seine Durchlässigkeit hat sich durch Deich- oder Deichbrüche aus längst vergangenen Zeiten oft erhöht. Der Bereich innerhalb des Sickerkais ist der erste, der bei hohem Wasserstand das Sickerwasser unter dem Deich auffängt. Sickerwasser so dass ein Reservoir entsteht, das die 'Quälerei' durch den Gegendruck möglichst begrenzen soll. Da Hochwasser zu Gunsten tiefer gelegener Gebiete künstlich aufrechterhalten wird, waren die Grundstücke innerhalb von Sickerkais traditionell von Gebühren des Wasserverbands. Dieses Privileg ist bei den Umstrukturierungen der letzten Jahrzehnte verschwunden.

Es Flussgebiet ist reich ausgestattet mit Sickerkais und Sickerdämmen - alles Zeugnisse des Kampfes gegen das Wasser. Die ständigen Bewohner, die das tiefliegende Land bewirtschafteten, bauten bereits Sickerdämme. Im Archiv der Utrechter Domkapitel finden Sie in Absprache mit Jan van Arckel vom 11. April 1284 mit der Aufschrift 'Ende aen die Leckedijcke sal men Keep auch gedaene queldamme'.