WikiDer > Kymograph
EIN Kymograf ist ein Gerät, das eine mechanische Bewegung gegen die Zeit grafisch anzeigt. Ursprünglich war das Gerät hauptsächlich pharmakologisch Experimente verwendet. Später kamen weitere Anwendungen hinzu, beispielsweise zur Erfassung von Luftdruckschwankungen. Der erste Kymograph wurde entworfen von Thomas Jung. Im Jahr 1847 kam Carl Ludwig mit seiner Version. Dies wurde verwendet, um die Bewegung eines Froschschenkels grafisch darzustellen.

Der Kymograph bestand aus einer kreisförmigen Trommel, die sich langsam mit einer festen Geschwindigkeit drehte. An der Trommel war ein Blatt Papier befestigt, das Ruß bedeckt war. Davor, Benzol verbrannt und indem sichergestellt wurde, dass diese Verbrennung unvollständig war, wurde viel Ruß freigesetzt und auf dem Papier abgelagert (siehe Bild[1].) Auf dem rußigen Papier ruhte ein Metallstift, der mit einem Hebelmechanismus an dem zu untersuchenden Objekt, meist einem (Teil) eines tierischen Organs oder Muskels, befestigt wurde. Bewegungen der Orgel brachten den Stift in Bewegung und kratzten den Ruß weg. Während sich die Trommel drehte, bildete sich auf dem Papier eine Linie und die Bewegungen der Orgel wurden im Laufe der Zeit aufgezeichnet.
Am Ende des Versuchs wurde das Papier vorsichtig von der Trommel gelöst, ggf. Notizen gemacht und anschließend die Rußschicht mit einer Lackschicht fixiert.
Spätere Kymographen ersetzten das rußige Papier durch Normalpapier und verwendeten einen Schreibstift.
Kymograph bedeutet: Wellenschreiber. Da die Trommel zunächst von einem Fallgewicht für eine konstante Bewegung angetrieben wurde, wurde dieses Gerät auch Fallrotatorium genannt. Später kamen motorbetriebene Trommeln auf den Markt. Ein anderer Name für einen Kymographen war "die rußige Trommel".
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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