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Lightweight Directory Access Protocol (LDAP) ist ein Netzwerkprotokoll das beschreibt, wie Daten von Verzeichnisdienste angesprochen werden sollte z. TCP/IP. LDAP verwendet das LDAP-Datenaustauschformat (LDIF). Das ist ein ASCIIFormat zum Hinzufügen von Daten zur hierarchischen LDAP-Datenbank.
Ein Verzeichnis in diesem Zusammenhang sind hierarchisch gespeicherte Informationen, gruppiert nach einem bestimmten Attribut. Stellen Sie sich ein Telefonbuch vor, in dem Telefonnummern und Adressen von Personen pro Firma gespeichert sind. Ein Verzeichnisname stimmt mit dem Firmennamen überein. Jedes Verzeichnis enthält dann alle Personen innerhalb dieses Unternehmens als Objekte, mit Kontaktdaten wie Telefonnummer und E-Mail-Adresse als Attribute.
LDAP und X.500
Das obige Beispiel skizziert den Ursprung des LDAP, der Telekommunikation. Von dieser Welt sind Telefonverzeichnisse in die Domäne der Computernetzwerke eingetreten. Um die nun elektronischen Telefonbücher besser verwalten zu können, Internationale Fernmeldeunion (ITU) die sogenannte X.500als Standard entwickelt. Teil dieser Norm ist die Verzeichniszugriffsprotokoll (DAP). Über dieses Protokoll wurden die zugrunde liegenden Verzeichnisse kontrolliert und strukturiert zugänglich.
Die Beschreibung der X.500-Standards war präzise und daher sehr umfangreich. Daher wurden relativ wenige Implementierungen der Standards vorgenommen. Die vorhandenen Implementierungen erforderten jedoch viel Rechenleistung. Es entstand die Forderung nach einer leichteren Implementierung des X.500-Standards: LDAP.
Die aktuelle Version von LDAP ist LDAPv3. Dieser hat weniger Überkopf als sein schwererer Vorgänger DAP. Die aktuelle Version hat beispielsweise nur neun grundlegende Operationen, und die ursprüngliche Version von LDAP hatte noch nicht einmal Sicherheitsoptionen. LDAP wurde an der University of Michigan entwickelt. Das Protokoll ist im Folgenden festgelegt RFCs:
- 4510 - Lightweight Directory Access Protocol (LDAP): Roadmap für die technische Spezifikation[1]
- 4511 - Lightweight Directory Access Protocol (LDAP): Das Protokoll[2]
- 4512 - Lightweight Directory Access Protocol (LDAP): Verzeichnisinformationsmodelle[3]
- 4513 - Lightweight Directory Access Protocol (LDAP): Authentifizierungsmethoden und Sicherheitsmechanismen[4]
- 4514 - Lightweight Directory Access Protocol (LDAP): String-Darstellung von Distinguished Names[5]
- 4515 - Lightweight Directory Access Protocol (LDAP): Zeichenfolgendarstellung von Suchfiltern Filter[6]
- 4516 - Lightweight Directory Access Protocol (LDAP): Uniform Resource Locator[7]
- 4517 - Lightweight Directory Access Protocol (LDAP): Syntaxen und Abgleichsregeln[8]
- 4518 - Lightweight Directory Access Protocol (LDAP): Internationalisierte Zeichenfolgenvorbereitung[9]
- 4519 - Lightweight Directory Access Protocol (LDAP): Schema für Benutzeranwendungen[10]
Allgemeines
Komponenten von LDAP:
- Verzeichnis: hierarchisch gespeicherte Informationen (Root/Base/Suffix = Top of the Tree)
- Eintrag: Instanz einer oder mehrerer Objektklassen (ein Eintrag enthält Attribute, denen Werte zugewiesen werden können)
- Objektklasse: welche Attribute ein Eintrag enthalten kann (Typen: Structural, Auxilliry und Abstract)
- Attribute: Jedes Attribut ist in einem Typ definiert (die Syntax gibt an, welche Werte dem Attribut zugewiesen werden können)
- DIT: Directory Information Tree = so erstellte hierarchische Baumstruktur (Einträge werden in einer Baumstruktur (DIT) nach ihrem Distinguished Name (DN) geordnet)
Erbe:
- Objektklassen können erben
- Attributtypen können erben
SUP = Superior of Parent (erbt davon)LDIF, ist das LDAP Data Interchange Format, ein Dateiformat zum Erstellen und/oder Ändern eines LDAP-Verzeichnisses
LDAP-Implementierungen
Es gibt mehrere Instanzen, die eine Implementierung implementieren können, beide Open Source als kommerziell, haben LDAP verwendet, einschließlich der folgenden:
- Apache-Verzeichnisserver[11]
- IBM Tivoli Directory Server[12]
- Red Hat Verzeichnisserver[13]
- OpenLDAP
- Novell eDirectory[14]
- Sun Directory Server Enterprise Edition[15][toter Link]
- Windows Server Active Directory[16][17]
Siehe auch
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise |