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Lipoedeem
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Lipödem oder Fettschwellung ist eine seltene chronische Erkrankung des Fettgewebes, die fast ausschließlich bei Frauen auftritt. Es ist eine erbliche Erkrankung, die 1 von 72.000 Menschen betrifft; die Zahl kann tatsächlich höher sein.[1]

Das Lipödem ist eine reine Fettansammlung, die schmerzhafte Beschwerden verursachen kann. Im Gegensatz zu "normal" Ödem Das Lipödem kann nicht unterdrückt werden, da es nicht durch angesammelte Flüssigkeit verursacht wird [2]. Es kommt manchmal vor, dass Menschen sowohl ein Lipödem als auch ein Flüssigkeitsödem haben. Der Zustand tritt häufig im unteren Rahmen auf, also in den Hüften, Oberschenkeln und Knien. Aber auch die Armen können betroffen sein. Charakteristisch für den Zustand ist, dass Hände und Füße nicht betroffen sind.

Die Ursache des Lipödems ist unbekannt. Sicher ist, dass erbliche Faktoren bei der Entstehung dieser Erkrankung eine Rolle spielen. Ein Lipödem beginnt oder verschlimmert sich häufig während einer Hormonumstellung, zum Beispiel in der Pubertät oder nach Schwangerschaft oder Wechseljahren.

Das Lipödem ist eine chronische, unheilbare, oft fortschreitende Erkrankung mit teilweise erheblicher Morbidität. Patienten erleben zunächst eine überproportionale Fettzunahme an Beinen, Gesäß und/oder Armen. Ernährung und Bewegung haben nur einen sehr geringen Einfluss auf diese überproportionale Fettverteilung. Die Beine können nach relativ kleinen Traumata empfindlich sein und leicht blaue Flecken bekommen. Dies kann sich zu starken Schmerzen und eingeschränkter Mobilität verschlimmern, was letztendlich zu einer Einschränkung der Aktivitäten und einer reduzierten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben führt. Auch bei Patienten mit Lipödem können Adipositas-Symptome beobachtet werden. Diätetische Maßnahmen betreffen hauptsächlich die Adipositas-Komponente, aber viel weniger die überproportionale Fettverteilung beim Lipödem. Da das Lipödem auch ohne Adipositas-Komponente zu einem erhöhten BMI führt, werden viele Patienten fälschlicherweise mit einer übermäßigen Kalorienaufnahme und Adipositas in Verbindung gebracht. Neben körperlichen Beschwerden kann das Lipödem auch zu psychosozialen Beschwerden führen. Diese werden oft dadurch verursacht, dass der Zustand von den konsultierten Fachleuten nicht erkannt oder anerkannt wird und weil die Ratschläge zu Gewichtsreduktion und Bewegung nicht zu einer Besserung der Beschwerden führen.[3]