WikiDer > Lou van Rees
Louis George (Lou) van Rees (Den Haag, 29. Mai1916 – Vinkeveen, 8. August1993) war ein Holländer Impresario.
Sein Vater war Konzertmeister und Dirigent in der Scala-Theater in Den Haag, auch im at Bouwmeester-Revue und seine Mutter war Konzertpianistin. Es war daher nur folgerichtig, dass Lou im Alter von 6 Jahren mit dem Geigen- und Klavierunterricht begann. Es war kein durchschlagender Erfolg. Als er jedoch dem Jazzorchester von Taxi Calloway, beschloss er, die Geige aufzugeben und Saxophon- und Klarinettenunterricht zu nehmen. Im Militärdienst trat er in die Regiment Radfahrer und spielte Saxophon auf dem Fahrrad.[Quelle?]
Nicht lange danach gründete er eine semiprofessionelle Band, die Kolleginnen und Kollegen namens. Außerdem studierte er Biologie und arbeitete als Beamter an der Ministerium für Soziale Angelegenheiten in Den Haag.[Quelle?]
Nach dem Krieg trat er mit seinem Trio in Dancing Winkels in de . auf Kalverstraat in Amsterdam. 1947 wechselte er zum Orchester von Boyd Bachman, mit dem er in ganz Europa auftrat. Zwei Jahre später setzte er als musikalisches Duo mit Bachman fort. Sie führen jede Woche eine Show namens 'The Melody Lingers On...' in einem anderen englischen Theater auf.[Quelle?]
Als auch das 1949 aufhörte, verkehrte Lou van Rees weiter in England und kam in Kontakt mit dem Orkest Geraldo und Orchesterleitern wie Ted Heide und Viktor Sylvester. So war die International Band Exchange geboren. Die Rambler, Pia Beck und Die Skymaster traten in England auf, während in den Niederlanden berühmte englische Orchester ihren Einzug hielten. Dies war der erste Schritt zu seinem Impresario. Auf seinem Höhepunkt beschäftigte dieses Austauschprogramm rund 120 internationale Orchester in Nachtclubs und Hotels in und außerhalb Europas.
1952 begann er zusammen mit dem amerikanischen Impresario Norman Granzo unter dem Titel 'Jazz at the Philharmonic' die berühmten Nachtkonzerte im Konzerthalle in Amsterdam, ein Phänomen, das aus der Not geboren wurde. Die amerikanischen Jazzgiganten waren zu teuer, um die Niederlande für ein Konzert zu besuchen. Jetzt könnten sie ein Abendkonzert in Scheveningen geben Kurhaus und nach zwölf ein Nachtkonzert im Concertgebouw. Das Konzert, das Schwindliger Gillespie am 22. März 1952 steht als erstes Nachtkonzert in den Büchern. Viele Jazzgrößen mögen Billie Urlaub, Nat King Cole, Woody Herman, Gerry Mulligan, Chet Baker, Graf Basie, Louis Armstrong, Ella Fitzgerald, Herzog Ellington, Stan Kenton, Coleman Hawkins, Sarah Vaughan, Meilen davis und Oscar Peterson würde folgen.
Er organisierte auch unter dem Namen Gala des Jahres Konzerte mit Künstlern wie Judy Garland, Maurice Chevalier, Josephine Bäcker, Marlene Dietrich, Edith Piaf, Peggy Lee, Sammy Davis jr., Danny Kaye, Diana Ross, Neil Diamant, Cliff Richard, Simon & Garfunkel, John Denver, Andy Williams, Ike & Tina Turner, Charles Aznavour, Lisa Minnellic und Shirley Bassey. Dreißig Superkonzerte im Jahr waren da keine Ausnahme. Berühmt wurden seine erkennbaren Schwarz-Weiß-Plakate, die regelmäßig von anderen nachgeahmt wurden.
Der absolute Höhepunkt seiner Karriere war zweifellos der Konzert des Jahrhunderts Welche Frank Sinatra am 2. Juni 1975 im Amsterdamer Concertgebouw. Die hohe Gebühr von 125.000 US-Dollar war für Rees' Startgebühren von Fl. 250,- musste kalkuliert werden, ein Unikat in dieser Zeit.
Er brachte auch Popgruppen in die Niederlande, wie zum Beispiel Dunkellila, Blut Schweiß Tränen, Zehn Jahre nach, Led Zeppelin, Black Sabbath und Emerson, Lake & Palmer.
Dass bei den Konzerten nicht immer alles glatt lief, lag vor allem an den Künstlern selbst. Legendär ist der Auftritt des Vibraphonisten Lionel Hampton, der 1956 bei einem Konzert von der Polizei von der Bühne des Concertgebouw entfernt werden musste, weil er nicht aufzuhalten war. Zwei Jahre zuvor lief auch bei einem Hampton-Konzert etwas schief, diesmal in der Amsterdamse Apollo-Halle, wo Tausende von Besuchern durch den Boden fielen. Konzert von The Deep Purple in der Oude RAI in Amsterdam endete mit einer Enttäuschung, als sich die Gruppe vorzeitig entschloss, die Bühne zu verlassen. 15.000 enttäuschte Besucher stießen zusammen und zerstörten Instrumente und Ausrüstung. Die Polizei wurde zu Pferd gerufen, um den Raum zu räumen.
Als Chef d'équipe nahm er 15 Mal für die Niederlande an der berühmten Knokke-Festival. Dies führte regelmäßig zu Aufständen, aber laut Van Rees war das immer gut für die Öffentlichkeit. Die Niederlande gewannen 1964 mit Willeke Albertic, Shirley, Trea Dobbs, Ilonka Biluska und Rita Hovink und 1965 mit Greetje Kauffeld, Liesbeth-Liste, Conny van Bergen, Suzie und Jan Arntz. Er ging auch mit Künstlern wie Ben Cramer, Mariska Veres, Rita Reys und Patricia Pay zu verschiedenen internationalen Song Festivals, u.a. in, Tokio, Rio de Janeiro und Polen.
Bei einem seiner Besuche in den Niederlanden, Trompeter Louis Armstrong, der ein guter Freund von Lou geworden war, 1961 aus Amerika a Drachenflieger für ihn. Als begeisterter Wasserskifahrer flog Lou regelmäßig hinter seinem Schnellboot über die Vinkeveense Plassen. Das war einer der Gründe, warum Van Rees 1971 gebeten wurde, die Jury für die Fernsehsendung zu leiten Ausfliegen der populären TROS-Fernsehprogramm Zu Land, zu Wasser und in der Luft. Bis 1992 blieb er Juryvorsitzender.
1982 hörte Lou van Rees auf, die großen Konzerte zu organisieren. Nach 1690 Konzerten mit mehr als 3,5 Millionen Besuchern und über 24 Millionen Gulden Gulden entschloss er sich, auch wegen des damals „teuren“ amerikanischen Dollars, seiner Lou van Rees Organisation ein Ende zu setzen. Die Goldene Tulpe von der Plattenfirma Tonträger fiel ihm zu. Er buchte jedoch weiterhin Künstler auf Kreuzfahrtschiffen der Hapag-Lloyd und der Fred Olsen Line und war ein willkommener Juryvorsitzender bei Talentshows und Fräulein Holland-Wahlen.