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Louis de Robiano
Graf Louis de Robiano

Louis François Marie Joseph de Robiano, auch bekannt als der Robiano de Borsbeek, (Brüssel, 10. März1781 - Turin, 24. Mai1855) war ein Belgier Politiker der Katholische Partei.

Lebenszyklus

Er war ein Sohn von Jean-Joseph de Robiano (1773-1833) und Jeanne de Limpens (1751-1837). Er erhielt die Adelsanerkennung und wurde durch Königliches Dekret vom 13. März 1816/Nr. 62 mit dem Titel eines Grafen in die Ritterschaft von Antwerpen berufen, weigerte sich jedoch, den erforderlichen Eid abzulegen, und die Ernennung wurde durch Königliches Dekret vom 4. Nr. 37. Im Jahr 1840 wurde unter dem belgischen Königreich die Anerkennung des Adels mit dem Grafentitel für alle Nachkommen verliehen.

Er war der Bruder von Francois de Robbiano und von Eugene de Robiano. Er war der Onkel von Ludovico und Maurice de Robbiano. Er war der Schwager von Joseph de Man d'Hobruge.

Er heiratete 1826 in Münster (Westfalen) mit Gräfin Amélie de Stolberg-Stolberg (1807-1880). Sie hatten zwei Söhne, die Priester wurden: Frédéric (1827-1862) wurde Jesuit und Alfred (1829-1902) wurde Dominikanermönch, eine Tochter wurde Karmeliterinnen und eine Tochter, die den Grafen Franz de Stolberg-Wernigerode heiratete. Dieser Familienzweig starb ebenso aus wie der seines Bruders François.

Er wohnte in der Abgeordnetenkammer 1832 und 1833 für die Bezirk Ypern.

Louis de Robiano war Direktor der Katholischen Bibliothek Belgiens und veröffentlichte dort mehrere Nachdrucke mit von ihm vorgenommenen Änderungen oder Ergänzungen.

Er veröffentlichte auch viele seiner eigenen philosophischen oder historischen Werke, oft bei Verlagen in Paris.

Veröffentlichungen

  • Reflexions sur la Constitution des Pays-Bas catholiques, Brüssel, 1814.
  • System aktuell de l'education du peuple, Mailand-Paris, 1819.
  • Essai sur l'action du philosophisme et sur celle du christianisme, Paris, 1820.
  • Addition aux mémoires de Madame le Marquise Rochejacquelein, Löwen, 1823.
  • Marie-Antoinette a la Conciergerie, Paris, 1824.
  • De la Verletzung des cimetières, Löwen, 1824.
  • La vérité défendue et prouvée par les faits, Löwen, 1825.
  • Memoir pour la Belgique und project de manifeste, Löwen, 1832.
  • Memoiren für Belgien, 1831
  • L'Ordre, Paris, 1852.

Siehe auch

Literatur

  • Alfred DER RITTER, Louis-François de Robiano, in: Biography nationale de Belgique, T. XIX, Brüssel, 1907
  • Jean-Luc DE PAEPE & Christiane RAINDORF-GERARD (Hrsg.), Le Parlament Belge, 1831-1894. Données Biographien, Brüssel, 1996.
  • Oscar COOMANS DE BRACHINE, tat present de la noblesse belge, Annuaire 1997, Brüssel, 1997