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Lucian Freud
Lucian Freud
Lucien Freud (2005)
persönliche Daten
Vollständiger NameLucian Michael Freud
GeborenBerlin, 8. Dezember1922
VerstorbenLondon, 20. Juli2011
GeburtslandFlagge von Deutschland Deutschland
Staatsangehörigkeitbritisch
Beruf(e)Maler
Leitdaten
Stil(e)Expressionismus, Realismus
RKD-Profil
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Lucian Michael Freud (Berlin, 8. Dezember1922London, 20. Juli2011) war ein britischMaler von jüdisch-österreichisch Abstammung. Er war ein Enkel von Sigmund Freud und war der Vater des Autors Esther Freud und Modedesigner Bella Freud.

Biografie

Freud wurde in Deutschland als Sohn des österreichischArchitektErnst Freud und der DeutscheLucie Brasch.[1] Die Familie Freud jüdisch-österreichischer Herkunft emigrierte 1933 nach England. Sein Großvater Sigmund Freud folgte 1938 nach der 'Anschluss' von Österreich. 1939 erhielt Lucian die britische Staatsbürgerschaft.

Er erhielt eine künstlerische Ausbildung an der Zentrale Kunstschule (jetzt bekannt als Central Saint Martins College of Art and Design) im London, wobei er sich hauptsächlich auf die bildhauen engagiert sein. Er begann zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu malen Zweiter Weltkrieg und wurde inspiriert von der Expressionismus von George Grosz und Otto Dix.
Nach dem Krieg arbeitete er einige Zeit in Paris und wurde bald "Otto Dix der Neuen Sachlichkeit" genannt, in Anlehnung an seine roh-realistische Darstellung.

Zurück in London gewinnt sein Werk an Intensität und Monumentalität. Seine Porträts und unzähligen Aktfiguren beeindrucken mit einem oft aggressiven Realismus, zum Beispiel das Porträt, das er von seinem Freund gemacht hat Francis Speck 1952. Freud war auch befreundet mit David Hockney und malte sein Porträt im Jahr 2002. Bekannt ist auch sein rohes Porträt von Queen Elizabeth II, die er absichtlich klein gemacht hat. Er war ein Einzelgänger, der manchmal rebellisch, widerspenstig, unnahbar und manchmal durch Glücksspiel verschuldet war. Er hatte eine Vorliebe für große Jungs, dicke Models und aristokratische Frauen. Er wollte gleichzeitig Welten der Extreme erleben.

1951 erhielt Lucian Freud einen Arts Council Prize beim Festival of Britain. Seine Arbeit fand zunächst wenig internationale Anerkennung. Figurative Kunst war nicht in Mode und seine Leinwände waren bei Sammlern nicht gefragt. In den 1990er Jahren änderte sich dies.

Methode

Freud verwendet hauptsächlich mainly tertiäre Farben und Erdfarben. Seine Maltechnik änderte sich von sehr detailliert in den späten 1940er Jahren zu einer viel gröberen Farbverwendung Ende der 1940er Jahre 20. Jahrhundert. Der Ausdruck der Personen in den Bildern vermittelt jedoch zeitlebens dieselbe abwesende Atmosphäre.
Er achtete sehr auf die Substanzausdruck der Gegenstände um sein Thema, wie Bettzeug, Böden, Wände.

Die Posing-Sessions für Freud waren für die Models sehr langwierig. Einer der Porträtierten hatte errechnet, dass er insgesamt 150 Stunden lang posiert hatte. Auch die Müdigkeit der Models spricht manchmal von der Arbeit. Manchmal werden die Models schlafend dargestellt.

Malstil

Freuds Werk gehört zu den moderne Kunst und der Neorealismus. Der bekannte Kritiker Herbert Read nannte ihn einmal "den Ingres von dem Existentialismus".[2]

Neben Porträts und Akten malte Freud auch Bäume und Pflanzen. In den Bildern der Menschen sind oft ein Hund oder eine Pflanze abgebildet.

Freud gilt auch als Vertreter der Existentialismus, die bemalten Modelle wirken nicht wirklich präsent, haben einen hauptsächlich nach innen gerichteten Blick. Die Blickrichtung ist normalerweise zu einem Punkt außerhalb des Gemäldes. Die Akte sind oft sehr exponiert dargestellt, die Genitalien fordern prominente Aufmerksamkeit. Die Arbeit wird daher manchmal als konfrontativ empfunden.

Freuds Werk ist eindeutig autobiographisch, wie das von Pierre Bonnard oder Balthus, aber mit nüchternerem Einsatz von Farbe. Freud wird von Befürwortern als einer der größten Künstler unserer Zeit angesehen, aber es gibt auch Kunsthistoriker, die seine Malerei nicht als zeitgenössisch betrachten, sowie erbitterte Gegner. Die Arbeit erzielt hohe Preise: ein Porträt von Kate Moss von 2002 zum Beispiel 3,9 Millionen Pfund im Jahr 2005. Das Gemälde Vorteile Supervisor Schlafen hat in New York erzielte einen Rekord von 30 Millionen US-Dollar (19,4 Millionen Euro), den höchsten Betrag, der jemals für ein Werk eines lebenden Künstlers bei einer Auktion bezahlt wurde.[3]

Ausstellungen

Museen

Gemälde

  • Vorteile Supervisor Schlafen, 1995 (am 13. Mai 2008 brachte diese Leinwand 33.641.000 $ bei Christies New York – höchster jemals bei einer Auktion für ein Werk eines lebenden Künstlers gezahlter Betrag)
  • Nach Cezanne
  • Malermutter im Bett, 1983
  • Männliche Posing, 1985
  • Großer Kopf, 1993 Radierung
  • Großer Kopf, 1993
  • Porträt von Königin Elizabeth II, 2001

Siehe auch

Literatur

  • Georgi Greig, Frühstück mit Lucian, Ludion Verlag, 2013, ISBN 9789461301154

Externe Links

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