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Luctor war ein Verlag, Großhändler und Hersteller von Schulbedarf, Lehrmitteln und Schreibwaren, der von 1937 bis 1975 existierte Bärn
Ursprung und erste Entwicklung
Im Jahr 1935 n. Chr. begann Baart te Sas van Gent ein Handel mit Schulbedarf, für den er bald einen zentraleren Standort für die ländliche Verarbeitung suchte. 1937 wurde in ein Geschäftsraum gefunden Bärn, wo das Unternehmen, das heute unter dem Namen 'Luctor' (ein Hinweis auf die seeländischen Wurzeln des Gründers) zu einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung geworden ist, Unterschlupf fand. Als Direktoren fungierten G. Staal Azn und L. Meijer. Sie begannen mit einem Verlag und Großhändler für Schulbedarf und waren Vorreiter unter anderem mit einem günstigen Beamer und einer Schulbank aus Stahlrohr. Baart hatte damit persönliche Erfahrungen als reisender Vertreter in Bleistiften und Heften entlang von Schulen. 1945 bezog das wachsende Unternehmen die Villa Catharina am Oude Utrechtsche Weg. Neben dem Handel gehörte auch die Herstellung von Schulbedarf und Lehrmaterial zum Tätigkeitsbereich des Unternehmens. 1947 wurde eine Schulmöbelabteilung gegründet, für die in bussum wurde eine Produktionsfirma gegründet. Die BB-Rohrmöbel wurden unter anderem aufgrund der charakteristischen grünen Farbe der Rohrrahmen zu einem Begriff. Nach und nach begannen sie, ihre eigene didaktische Ausrüstung zu entwickeln. 1950 übernahm Luctor die Utrechter Instrumentenfabriek [[Gerrevink, Prins & Co.]] mit über 60 Jahren Erfahrung mit Instrumenten für den Physik- und Chemieunterricht, die 1952 in Baarn unter dem Namen Lifa mit 12 Instrumentenbauern weitergeführt wurde continued . Neben dieser Einrichtung zur Herstellung und Reparatur von physikalischen und chemischen Instrumenten verfügte Luctor über einen eigenen Transportdienst etc. 1952 arbeiteten neben den Vertretern 48 Personen in Bussum, 50 in Baarn.
Lernressourcen und -methoden
'Luctor' war aktiv auf pädagogischen Ausstellungen vertreten, unter anderem 1953 mit einer Tisch-Stuhl-Kombination und Kinderzimmer-Sets und stellte 1958 sogar eine komplette 4-Klassen-Fertigbauschule in den Jaarbeurs aus. Im Unternehmen wurde eine Musterschule eingerichtet. Die Entwicklung eigener Lehrmaterialien und Methoden wurde aufgegriffen. Es erschien eine proprietäre Berechnungs- und Sprachmethode. Von 1948 bis etwa 1970 veröffentlichte Luctor die Serie Lebendige Landressourcenbücher für Bildung. In der schließlich rund 60 Teile umfassenden Serie gab eine Auswahl von Akteuren in Wort und Bild einen Überblick über die niederländische Gesellschaft, die wichtigsten Branchen und Organisationen. Darüber hinaus entwickelte 'Luctor' unter der Leitung ihres Beraters Dr. J.C. Lehrmethoden für naturwissenschaftliche Fächer wie Biologie und Physiologie. van der Steen, Dozent für Biologiedidaktik an den Universitäten Utrecht und Leiden. So wurden beispielsweise Experimentierkästen für Physik und Biologie samt Instrumenten vorgestellt, die in eigenen Veröffentlichungen erläutert wurden, darunter Schülertests und Prüfungssätze. Neue audiovisuelle Hilfsmittel wurden umfassend gefördert, so wurde beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Sound Archive des Historischen Instituts der Universität Utrecht eine Langzeitaufzeichnung über den Zweiten Weltkrieg erstellt.
Weltweit
Schon bald nach seiner Gründung breitete Baart seine Flügel aus, um moderne Lernmethoden zu verbreiten und zu vermarkten. In den frühen 1950er Jahren gab es beispielsweise in Belgien und Kanada ständige Vertretungen. Ende der fünfziger Jahre, 1958, wurde in Willemstad eine Luctor-Posner-Kombination gegründet. In den 1960er Jahren wurden Lieferungen in die ganze Welt geliefert: in den Nahen und Fernen Osten, aber auch beispielsweise nach Bagdad und Tunis. Baart reiste um die Welt und war unter anderem an der Gestaltung von Universitäten und weiterführenden Schulen in Indonesien beteiligt. Ein Highlight war der komplette Aufbau der Technischen Lehrerbildungsanstalt in Kumasi, in Ghana, ein Auftrag von 23 Mio. f im Jahr 1967. 1962, zum 25-jährigen Jubiläum, beschäftigte Luctor in Baarn 90 Mitarbeiter.
Ende
Um 1970 wurde „Luctor“ in eine GmbH umgewandelt, die daraufhin in finanzielle Schwierigkeiten geriet. Die 1975 beantragte Zahlungseinstellung des inzwischen in Didaktisch-Technischer Betrieb für Bildung umbenannten Unternehmens wurde nicht überwunden, es folgte der Konkurs.