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MC-Kämpfe sind Matches, bei denen beabsichtigt ist, dass zwei Hip Hop-MCs miteinander verbal durch Rap versuche dich zu verspotten. Das kann passieren, wenn bestimmte Rapper auf der Straße oder auf einer Bühne eine Fehde ausfechten wollen, dafür aber zum Beispiel auch spezielle Turniere organisiert werden Punch-Out-Kämpfe. Schlachten waren schon immer ein Teil von Hip Hop, aber nach der Veröffentlichung des Films 8 Meilen das Interesse an Schlachten ist enorm gewachsen.
Regeln
Obwohl es verschiedene Varianten von MC-Schlachten gibt, werden diese allgemeinen Regeln oft eingehalten:
- Beide MCs auf dem gleichen Beat rappen, es kann aber auch ohne Beat gemacht werden. Dies wird gewählt von der dj.
- Alles ist erlaubt, solange stilvoll und ohne Körperkontakt.
- Körperlicher Kontakt führt zur sofortigen Disqualifikation.
- Veranstalter, DJ und Organisation haben das Recht, den Kampf zu unterbrechen, wenn die Dinge auf der Bühne und/oder im Saal außer Kontrolle zu geraten drohen.
- Im Zweifelsfall wird der Kampf wiederholt.
- Das Publikum oder die Richter entscheiden, welcher MC durchläuft und gewinnt.
Von einem MC wird erwartet, dass er die ganze Zeit weiter rappt. Das Schlimmste, was einem Entertainer passieren kann, ist, dass er oder sie verstummt. Dieses Abwürgen wird durch den Begriff "Ersticken" angezeigt. In vielen Gefechten führt dies zu einer direkten Strafe. Wenn ein MC "choket", fehlt seine Runde und die Runde des Gegners beginnt.
Niederländische MC-Kämpfe
Der niederländische Battle-Rap wurde groß, als das Turnier Keine Taten, sondern Worte (GDMW) veranstaltete 2001 erstmals die „Dutch Freestyle Championship“. Zusammen mit dem Amsterdam SPITT-Turnier war GDMW bis 2004 das höchste erreichbare Niveau in den Niederlanden.[1] Zu dieser Zeit wurde die Kampfwelt von Rappern wie klopfen arzt, Langes Französisch, Bolle Tim, Raymzter, Ausgezeichnet, Jiggy Dje und zu einem späteren Zeitpunkt von Kimo.
GDMW und SPITT schieden aus und wurden 2005 durch das Freestyle-Turnier für die GRAP ersetzt. Die Amsterdamer Schlacht MC Surya gewann das Turnier zweimal in Folge und war in den folgenden Jahren einer der erfolgreichsten Rapper im Battle-Rap.[2][3]
Zu dieser Zeit erschienen die ersten Schlachten im nationalen Fernsehen. Die Kiste eine Reihe von Schlachten im Urban Lifestyle-Programm ausgestrahlt und 2005 kam die Sendung Der Kampf auf der NPS.[4]
In der niederländischen Kampfwelt herrschte eine kurze Zeit der Stille, bis der Rapper Excellent 2010 die PunchOutBattles ins Leben rief. Ziel dieses Turniers ist es, dass sich die Rapper auf ihre Gegner vorbereiten. Das Turnier war ein Erfolg und belegte 2016 den neunten Platz auf der Liste der „Highest Viewed Leagues“ der Welt.[5]
Amerikanische MC-Schlachten
Auch in der Vereinigte Staaten viele MC-Kämpfe finden statt. Neben den Battles machen viele Teilnehmer auch Musik und sehen Battles als Möglichkeit, sich einem neuen Publikum und hoffentlich auch einem neuen Markt für ihre Alben und EPs zu präsentieren. Schlachten werden auch für kommerzielle "Mainstream"-Zwecke ausgetragen, beispielsweise für das Fernsehen. Die Atmosphäre hier ist anders und weicher als bei Gefechten, die in den Gefechtsligen stattfinden. Heutzutage werden oft Acapella-Kämpfe organisiert, wie zum Beispiel PunchOutBattles in den Niederlanden. Die Hauptliga in Amerika heißt Grind Time und bietet wie Punch Out Battles eine großzügige Auswahl an Battles, die Youtube wieder zu sehen. Die Canadian League KOTD (King of the Dot) stellt derzeit die höchst erreichbare Plattform für internationale Battle MCs dar. KOTD übernimmt seit Anfang 2012 alle Promotions- und Organisationsaufgaben für die US GRIND TIME.
Grind Time ist eine Kabarettliga, die sich um die Wortspiele und Handlungsstränge dreht. Die Ligen SMACK und URL konzentrieren sich mehr auf "gunrhymez" und einschüchternde "Lieferung".
Rapper wie Eminem war bereits Teil der amerikanischen Battle-Rap-Kultur, bevor sie den Mainstream-Erfolg in der Musik erreichte.
Habe derzeit *DER SAURUS und *Unbefleckt die meisten internationalen Titel zu ihrem Kredit.
Viele amerikanische GrindTime-MCs reisen von Liga zu Liga. Beispielsweise, *Katastrophe die Punch Out Liga wurde 2011 und 2012 mit einem Besuch geehrt. Auch die britische Liga DONT FLOP und die deutsche Liga FUER ÜBER DEUTCHLAND lassen häufig amerikanische MCs gegen die europäischen Favoriten antreten. *Dirtbag Dan ist sogar auf den Philippinen in der FLIPTOP-Liga aufgetreten.
Dank Entwicklungen wie Twitter und Youtube MCs und Battle Leagues können sich jetzt leichter miteinander verbinden. Es gibt viel gegenseitigen Austausch von Wissen und Künstlern in der internationalen Kampfwelt.
Der Verlauf eines MC-Battles
In einem MC-Battle geht es darum, den anderen mit cleveren Reimkonstruktionen zu übertrumpfen. Kampftexte können auf verschiedene Weise verfasst werden.
Einige MCs verfolgen einen Pointe-Ansatz. Eine Pointe ist eine lustige Nachricht oder eine komisch formulierte Mehrdeutigkeit am Ende einer Reimphrase.
Eine andere Art zu kämpfen besteht darin, eine Handlung mit Pointe zu erzählen, während man sich kontinuierlich auf das gleiche Muster aus mehreren Silben reimt.
Es gibt auch MCs, die "Wiederholungen" und "Stopp/Pause-Linien" mögen. Bei einer "Wiederholung" wiederholt ein Rapper den gleichen Satz zweimal und setzt die Betonung beim zweiten Mal anders, so dass eine Zweideutigkeit erklingt.
In einer „Stop/Pause-Linie“ macht ein Rapper einen reimenden Anlauf zu einer Situationsskizze und vergleicht dann seinen Gegner oder sich selbst mit einer Person, einem Ort oder einem Ereignis, das zum Thema der Linie gehört. Dieser Vergleich wird erst nach einer kurzen Verschnaufpause geliefert, sodass die Spannung unter den Zuschauern noch weiter steigt.
Jedes Turnier hat andere Regeln. Bei manchen geht es ausschließlich um Freestyle und bei anderen, dass sich der Battler richtig auf den Gegner vorbereitet.
In Freestyle-Battles geht es darum, den Gegner mit möglichst vielen improvisierten Texten zu besiegen. Manche MCs haben schon einige Witze parat, andere machen alles auswendig.
In vorgeschriebenen Gefechten werden die Teilnehmer bereits lange vor dem Gefecht über den zu treffenden Gegner informiert. Es wird erwartet, dass eine einstudierte Show in Form eines Kampfes gegeben wird. Beide MCs haben heimlich spezifische Matched-Runden vorbereitet.
MCs wechseln sich gegen ihre Gegner einzeln oder im Duo ab. Normalerweise werden in A-cappella-Kämpfen 3 Runden von einer Minute pro Team aufgeteilt. In Gefechten mit musikalischer Unterstützung werden oft 2 Runden à 16 Takte pro Teilnehmer verwendet. Dies dauert je nach Geschwindigkeit des Beats zwischen 40 und 60 Sekunden pro Runde.
Am Ende des Kampfes wird der Gewinner von einer Jury oder dem Publikum oder einer Kombination daraus ermittelt. MCs werden beurteilt nach:
- Die fließende Wortwahl und Musikalität (Flow)
- Mündlicher und theatralischer Transfer (Lieferung)
- zeitliche Koordinierung
- Massenkontrolle
- Textinhalt
Übliche Preise für Schlachten sind:
- Barpreise
- Geschenketüte
- Studiozeit.
Slang
Battle MCs und Judges haben ihre eigene Sprache. Nachfolgend finden Sie ein Glossar:
- a 16 – sechzehn Größen Rappen
- Bar – Kumpel
- barz – kann Texte oder Maßnahmen anzeigen
- Schlacht – Rap-Duell
- Rindfleisch – anhaltender Konflikt
- Leichensack – klarer Sieg
- Call-Out – Herausforderung auf Video oder Musik
- Choke – wenn ein Rapper nicht aus seinen Worten herauskommt
- Lieferung – theatralische Beredsamkeit und Projektion
- diss – Ausdruck von Respektlosigkeit
- flow – Sinn für Musikalität in Timing und Satzstruktur
- Freestyle – hauptsächlich improvisierte Rapform, ob unvorbereitet oder nicht
- OT – im Laufe der Zeit
- premed – Pointe, die nicht vor Ort konzipiert wurde
- Pointe – Witz am Ende einer Reimphrase
- scotton - das nachdrückliche Ignorieren oder Zurückweisen einer äußeren Aufmerksamkeitsforderung
- verrückt – offensichtlich/nicht lustig/langweilig/klischeehaft/schlecht
Siehe auch
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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