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Magdalena Ruiz
Porträt von Magdalena Ruiz, anonym, 17. Jahrhundert (Kopie von Coellos Gemälde unten)
Gemälde von Isabella mit Magdalena Ruiz von Alonso Sanchez Coello von 1585-1588

Magdalena Ruiz (starb in Escorial, 1605) war eine Spanierin mit Zwergwuchs der am spanischen Hof lebte.

Magdalena war bereits zur Zeit Karls V. und seiner Frau Isabella in der königlichen Familie.[1] Während eines Zeitraums von etwa 30 Jahren war es im Besitz von Johanna von Habsburg, Tochter Karls V. und jüngere Schwester Philipps II., bis etwa 1550.[2] Ab 1568 würde sie Wachadamas (eine Art Anstandsdame) der Töchter Philipps II.[3]

Mit Philipp II

Philipp II. von Spanien liebte kleine Leute und nahm Magdalena Ruiz überall mit hin. Sie hatte epileptische Anfälle, betrank sich und aß zu viel (insbesondere Erdbeeren), bis ihr übel wurde.[4] Philipp II. amüsierte sich darüber.[5] Andere spanische Würdenträger besaßen auch kleine Leute, wie zum Beispiel Granvelle. Philipp II. schrieb in Briefen an seine Töchter über Magdalena, dass sie nämlich gelegentlich launisch mit ihm und anderen aus dem königlichen Haushalt sei.[2] Auch Magdalena scheint Briefe geschrieben zu haben, die aber nicht überlebt haben. Es ist bekannt, dass sie ihr eigenes Testament gemacht hatte. Magdalena taucht auch in einem Inventar auf, wo sie als „Zwerg und Verrückter“ beschrieben wurde. Vermutlich war sie aber überhaupt nicht verrückt.

Mit Isabella von Spanien

Magdalena Ruiz ist vor allem für ein Gemälde von bekannt Isabella von Spanien, Tochter Philipps II., um 1588 datiert und im Prado hängt.[6] Isabella ist hier abgebildet, bevor sie mit ihrem Mann nach Brüssel aufbricht Albert von Österreich. Es ist nicht bekannt, ob Magdalena Ruiz in den Niederlanden war.

In Coellos Malerei hat Isabella eine Haltung, in der sie Magdalena sowohl dominiert als auch schützt. Magdalena ist hier kniend dargestellt, wodurch die Kronprinzessin Isabella noch größer erscheint. Magdalena hält zwei Affen verschiedener Arten aus dem Amazonasgebiet[1] des Neue Welt. Die Affen sind zusammen mit den Korallenkette um ihren Hals könnte ein Symbol der kolonialen Expansion Spaniens sein. Man könnte sich Magdalena auch als ein weiteres exotisches Haustier von Isabella vorstellen.[7] Einige interpretieren Isabellas Haltung als wahren Lieblingshund von Magdalena, aber andere Autoren bestreiten diese Ansicht. Magdalenas Kleidung ist schwarz, was den Eindruck erweckt, dass sie eine Witwe ist. Die normale Kleidung für einen Diener, der sich amüsieren musste, war grün.[2] Magdalena hat einen Medaillon in der Hand und imitiert die Haltung ihrer Patronin. Einige denken, das Medaillon könnte ein Symbol ihres verstorbenen Mannes sein.[2] Andere Quellen sagen, dass Magdalenas Medaillon auch den König darstellen könnte, ebenso wie Isabellas Medaillon.[1] Der Statusunterschied zwischen den beiden Frauen zeigt sich nicht nur in ihrer Kleidung und Körpergröße, sondern auch im Hintergrund. Isabella steht vor einer reichen Brokatstruktur, während hinter Magdalena nur ein schwarzer Schatten zu sehen ist.