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Margot (Grietje) Vos (Neu-Amsterdam, 10. November1891 – Winterswijk, 1. Dezember1985) war ein Niederländischsozialistisch Dichterin. Sie war die Tochter von Hinderikus Vos, Schulleiter, und Hendrika Christina Eggink, Lehrerin. Am 7. April 1916 heiratete sie Jan Hilvers, Lehrer, später Direktor des Arbeitsamtes Hengelomit dem sie eine Tochter hatte.
Biografie
Vos war das dritte Kind in einer Familie mit zehn Kindern. Das sechste Kind, Maria Wilhelmina, machte sich als Marie W. Vos als Dichterin einen Namen. Ihr jüngerer Bruder Hein Vos wurde Ingenieur und wurde bekannt als sozialdemokratischÖkonom und Politiker. 1896 zog die Familie Vos nachs Tijnje, wo Margots Eltern an der öffentlichen Grundschule zu unterrichten begannen. Später begann Margot Vos auch eine Ausbildung zur Lehrerin, 1910 machte sie in Leeuwarden das Diplom und verlobte sich mit Jan Hilvers. Nach ihrer Heirat 1916 lebte das Ehepaar Hilvers-Vos in Schlösser, Leeuwarden, Erica und (von 1921 bis 1935) in Hengelo.
Dann begann sie mit dem Schreiben und der Veröffentlichung ihrer ersten Gedichtsammlung, Der neue Frühling (1923), wurde ein großer Erfolg. Ihr nächstes Bündel Die dienende Jungfrau (1924), steigerte ihre Popularität. Das Bündel war heller im Ton flammende Entfernungen (1927). Die Bündel Zwischenspiel (1925), Die Lichtstunden (1928) und die Windharfe (1932) enthalten natürliche Lyrik. Außerdem schrieb sie Gesänge für den Verband sozialdemokratischer Frauenvereine und die AJC: Sei vorbereitet (1930), und Tag des Jüngsten Gerichts (1932).
Auf dem Osterkongress 1932 kam es zu einer Spaltung in der SDAP und erhob sich die Linke Unabhängige Sozialistische Partei (OSP). Margot Vos und ihr Mann traten als Mitglieder der SDAP aus und traten der OSP bei, die sie nach zwei Jahren verließen. 1935 zog das Ehepaar Hilvers nach Schoorl. Zusammen mit Richard Roland Holst, Maurits Dekker und anderen nahm sie im Empfehlungsausschuss der Ernst-Eckstein-Komitee Holland, die deutsche Antifaschisten unterstützte. Wegen Kriegsgefahr wurde das Haus der Familie Hilvers in Schoorl beschlagnahmt und sie zogen dann nach Lochem.
Während des Krieges hat der Künstler Fre Cohen tauchte mit der Familie Hilvers-Vos für zwei Wochen unter, schräg gegenüber einer Schule, in der deutsche Soldaten stationiert waren. Fré Cohen hatte sich mehrmals von Vos' Gedichten inspirieren lassen, darunter Illustrationen für das Titelgedicht von Der neue Frühling für das AJC-Blatt Aufstieg (1924), mit einem langen Gedicht für eine Jubiläumsausgabe von Die proletarische Frau (1930) und mit einem Gedicht zur Jubiläumsausgabe von Der Transportarbeiter (1938). Nach dem Zweiter Weltkrieg Margot Vos hat wenig veröffentlicht. 1947 berichtete der Verlag Querido dass alle Bundles ausverkauft waren. 1952 schrieb sie das Gedicht Auschwitz für den Ausschuss Auschwitz Gedenken und 1954 ein Singspiel Sonne Kinder. Nach dem Tod ihres Mannes am 16. Oktober 1956 hörte sie auf zu schreiben.
Quelle
Archiv
- Sammlung Margot Vos im Niederländischen Literaturmuseum und Dokumentationszentrum (Den Haag).
Veröffentlichungen außerhalb der bereits genannten
Mitmachen bei: Von fünf modernen Dichtern (Amsterdam 1922):
- Könnte regnen. Ein Bündel Kinderverse (Amsterdam 1927; mit Illustrationen von Raoul Hynckes);
Mitmachen bei: Zeitsignale. Anthologie moderner revolutionärer Poesie (Amsterdam 1930):
- Das Tor (n.pl. n.d.; Chor);
- Die rebellische Jugend und die Urkunde über die sieben Provinzen (n.pl. n.d.; Chor);
- Erinnerungen an den Dichter C. S. Adama van Scheltema in: Schenkung 1933 (z.pl. 1933) 137-143;
Außerdem Veröffentlichungen unter anderem in: Het Jonge Volk, Opgang, De Social Democrat, Aim Links, Het Volksblad, De Nieuwe Tijd, De Fakkel, Life and Work, The Woman and Her House, De Amsterdammer, De Ploeg, De Roode Wekker, Der Gipser, Der Metallarbeiter, Der Bergmann, Frieden.
Literatur
- H. C. ter Weeme-Hilvers, F.R. ter Weeme, Margot Vos, Lebensübersicht 1891-1985 (Winterswijk 1991);
- H. Krosenbrink, Vor hundert Jahren wurde Margot Vos geboren in: Jaarboek Achterhoek und Liemers, Teil 15 (1992).
- Jan van der Staak, 'Ein versiegelndes Herz im Wilderinkshoek. Die Hengelo-Zeit der Dichterin Margot Vos (1921-1935), Jaarboek Hengelo (2006-2007), Hengelo, 2006.