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Maria Taferl
Maria Taferl
Gemeinde in ÖsterreichFlagge von Österreich
Wappen Maria Taferl.jpg
Maria Taferl (Österreich)
Maria Taferl
Ort
ZustandNiederösterreich
KreisMilch (MICH)
Koordinaten48° 13′ N, 15° 9′ E
Allgemeines
Oberfläche12,18 km²
Einwohner(01-01-2020)911
(69,8 Einwohner/km²)
Höhe443 m.ü.A.
Andere
Postleitzahl3672
NummernschildMICH
Gemeindenummer3 15 23
Fotos
Maria Taferl.JPG
Portal  Portalsymbol  Zentraleuropa

Maria Taferl ist eine Gemeinde in der österreichischZustandNiederösterreich, im Bezirk gelegen Milch (MICH). Die Gemeinde hat etwa 900 Einwohner. Maria Taferl ist nach Österreichs zweitwichtigster Wallfahrtsort Mariazell. Es ist vor allem für die Basilika mit dem Bild von . bekannt Maria der Schmerzen (Pietà). Aufgrund ihrer hohen Lage ist diese Basilika von weitem in der Umgebung gut sichtbar.

Erdkunde

Maria Taferl hat eine Fläche von 12,18 km². Es umfasst die Katastralgemeinden Maria Taferl, Obererla, Oberthalheim, Reitern, Untererla, Unterthalheim, Unterthalheim und Wimm. Es befindet sich in der Nibelungengau, im Zentrum des Landes, westlich der Hauptstadt Wien. Es liegt auf einer Anhöhe, dem Taferlberg, mit schönem Blick auf die Donau. Das Wachau ist stromabwärts. Das Abtei Melk befindet sich in der Nähe.

Geschichte

Über die Frühgeschichte dieser Region ist wenig bekannt. Das keltische Königreich Noricum lag am Nordufer der Donau. In römischer Zeit war die Donau die Grenze der Provinz Noricum. Ein Relikt aus dieser frühen Zeit ist die Kelten Opferstein, jetzt umgeben von einer steinernen Balustrade aus dem Jahr 1636, neben der Basilika. Dies zeigt, dass die Umgebung von Maria Taferl eine lange religiöse Tradition hatte.

Im Mittelalter gehörte diese Region zu den Ostarrîchi, der Markgrafschaft der Babengergs. Danach ist der Besitz der Habsburger. Lange Zeit die Herren von Weißenberg aus der Nähe München über diesen Ort. Es wird angenommen, dass die verschiedenen Stadtteile dieser Stadt bereits im Mittelalter existierten. Die Geschichte des heutigen Maria Taferl Marktes beginnt im 17. Jahrhundert. 1810 beanspruchte die Regierung das Kirchensilber, wodurch wertvolle Kunstschätze verloren gingen. Im 20. Jahrhundert wurde die Kirche auch während der beiden Weltkriege stark beschädigt. Doch mittlerweile wird die Kirche wieder von 300.000 Pilgern und Touristen besucht. Die Kirche wurde 1947 vom Papst erhoben Basilika minor wegen der "Wunder und Zeichen, die hier erschienen sind".

Auftritte

Die Gründung der heutigen Kirche im 17. Jahrhundert ist in den Urkunden der Kirche gut dokumentiert. Die Kirche wurde um einen Schrein der Jungfrau herum gebaut. Daraus entstand übrigens auch der Ortsname: Aus "Bei Taferl" wurde dann "Maria Taferl". Am 14. Januar 1633 wollte der Viehhirte Thomas Pachmann in der Nähe des Opfersteins die verdorrte Eiche fällen. Er verletzte sich jedoch an beiden Beinen. Dann sah er das Kreuz. Überzeugt, ein Verbrechen begangen zu haben, kniete er davor nieder und betete um Vergebung. Seine Beine hörten auf zu bluten und die Wunden heilten auf wundersame Weise.

Der Legende nach wurde diese Statue 1641 oder 1642 von Alexander Schnagel in diese Eiche gestellt. Er erholte sich vollständig von einer schweren Depression.

Die erste wundersame Erscheinung, ein Lichtblitz, geschah 1658. 1659 gab es 25 Erscheinungen, drei im Jahr 1660 und eine weitere im Jahr 1661. Bei diesen dreißig Erscheinungen gab es vier Lichtblitze und sechsundzwanzig Erscheinungen einer Person am Boden oder am Himmel, jedes Mal bei klarem Himmel. Gleichzeitig kam es auch in großer Zahl zu Wunderheilungen. 51 Zeugen wurden im Dezember 1659 von den Bischöfen von . befragt Passau und Regensburg. Die alte Eiche wurde am 12. Dezember 1755 durch einen Brand zerstört. Auch die Statue wurde beschädigt.

Basilika

Basilika

Am 25. April 1660 wurde der Grundstein für die neue Wallfahrtskirche gelegt. Die Kreuzform wich von der üblichen Ost-West-Richtung für die Nord-Süd-Richtung ab, so dass die beiden Türme der Fassade von der Donau aus gut sichtbar waren. Die Kirche wurde um die Eiche mit der Wunderstatue herum gebaut. Der Bau der Kirche mit viel Blattgold, Marmor und Silber dauerte bis 1710. Es begann im Stil der Renaissance, aber der Stil entwickelte sich schnell zum Barock und Hochbarock. Der erste Architekt war der kaiserliche Baumeister Georg Gerstenbrand († 1669) und dann der Italiener Carlo Lurago (1671-1673). Die berühmte Kuppel ist ein Bau des berühmten Barockarchitekten Jakob Prandtauer (1708-1710), der auch für das heutige Erscheinungsbild des Stifts Melk verantwortlich ist. Die Kuppel ersetzte eine provisorische Holzkuppel.

Die Sakristei hat ihr Renaissance-Aussehen bewahrt. Die Stuckdekorationen stammen von Carlo Conselio (1664). Der Stuck in der Kirche wurde jedoch in den Jahren 1714-1718 durch die vielen Fresken der Italiener ersetzt Antonio Beduzzi und sein Atelier (er baute auch den Hauptaltar in der Stiftskirche Melk).

Die Kirche wurde am 29. Juni 1724 vom Bischof von Passau feierlich geweiht.

Der Hochaltar im Hochbarockstil wurde erst 1738 fertiggestellt. Er bedeckt die gesamte Nordwand. Vorne zwei große vergoldete Statuen der Propheten Jesaja und Jeremia. Die wundertätige Statue steht in der Mitte knapp über dem Altar, umgeben von einem goldenen Heiligenschein, die Kapitelle der Säulen sind durchgehend mit vergoldeten Voluten und Blumen verziert. Die Chorbalustrade und das Orgelgehäuse sind mit vergoldeten Schnitzereien und Putten verziert. Die Fresken in der Kuppel zeigen das Leben der Heiligen Maria von der Verkündigung bis zur Anbetung der Heiligen Drei Könige. Die Kanzel ist komplett vergoldet. Diese Arbeit von 1727 wurde vom Möbelmacher Matthäus Tempe aus St. Pölten (nach dem Vorbild der Kanzel aus dem Passauer Dom) angefertigt. Die hervorstehenden Figuren repräsentieren die vier Evangelisten. Sie sind das Werk von Peter Widering. Die beiden Seitenaltäre im Querschiff enthalten jeweils ein Gemälde von Johann Martin Schmidt (1775) (auch Kremser Schmidt genannt). Auch die beiden Seitenaltäre zwischen Querschiff und Chor stammen aus dem Jahr 1735. Einer zu Ehren des Hl. Johann von Nepomuk, der andere zu Ehren des Hl. Karl Borromäus.

An dieser Kirche haben auch folgende Künstler mitgewirkt:

  • Johann Adam Amorth (Bild der Heiligen Dreifaltigkeit auf der Säule im Querschiff)
  • Johann Georg Dorfmeister (Statuen an den großen Seitenaltären)
  • Johann Georg Schmidt (auch Wiener Schmidt genannt) (Statuen auf den kleinen Seitenaltären)

Pilgerreisen

Laut einer Inschrift in der Kirche hat der Bau dieser Kirche den Einwohnern nach der Pest, den Türkenkriegen und den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges neuen Mut gegeben. Der Bau dieser Kirche unterstützte auch die Ideen der Gegenreformation im katholischen Herzen des Hauses Habsburg. All dies zeigt, dass diese Kirche in Maria Taferl ein wichtiges Zeichen des katholischen Glaubens entlang der Hauptstraße entlang der Donau ist.

Die Tradition der Wallfahrt zu Maria Taferl stammt aus dem 17. Jahrhundert. Im Jahr 1760 wurden mehr als 700 Prozessionen und mehr als 19.000 Messen gefeiert und 326.000 Mal das Heilige Abendmahl gespendet. 25 Priester waren ständig für die Pilger im Einsatz. Aber unter Kaiser Joseph II ein Pilgerverbot erlassen wurde.

Die Kirche selbst bietet viele Informationen über die Pilger, ihre Herkunft und ihre Zahl. Es gibt viele Geschenke von Pilgern, die hier von ihrer Krankheit geheilt wurden.

Ein weiterer Grund für Maria Taferl als Wallfahrtsort war das Steinkreuz, ein Geschenk der Freistädter Bürger für die auf dem Weg zu dieser Kirche verstorbenen Pilger.

Der Erzherzog Franz Ferdinand (der später 1914 in Sarajevo ermordet wurde) und seine Familie wohnten im nahegelegenen Schloss Artstetten und besuchten regelmäßig die Messe in dieser Kirche.

Galerie

Externer Link

Verweise

  • Maria Taferl - Schnell Kunstführer Nr. 694, 10. Auflage 1995; Verlag Schnell & Steiner Gmbh Regensburg
  • Josef Weichselbaum et al. - Maria Taferl, Wallfahrtskirche zum Schmerzhaften Muttergottes; Großer Kunstführer Nr. 33; München-Zürich 1992
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