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Marion Hedda Ilse Gräfin Donhoff (Königsbergen, 2. Dezember1909 - Friesenhagen, 11. März2002) war ein führender deutscher Journalist.
Dönhoff stammt von einem angesehenen edel Familie. Ihr Vater, Graf August Karl Dönhoff, war Diplomat und Politiker. Ihrer Mutter, Maria von Lepel, war Hofdame in außerordentlichen Diensten der letzteren Deutsche Kaiserin Augusta Victoria. Marion wurde auf dem Familiengut geboren Schloss Friedrichstein, 18 km östlich von Königsbergen (jetzt Kaliningrad) in Ostpreußen. Das Schloss und die umgebende Natur sind ein wiederkehrendes Thema in ihrer Arbeit.
Dönhoff studierte Wirtschaftswissenschaften in Frankfurt, wo sie sich den aufsteigenden Nazis entgegenstellte. Deshalb begann sie ihr Studium ab 1933 1933 Basel (Schweiz). von prof. Edgar Salin ließ sich von den Jungen nicht überreden Marx sondern zur Wirtschaftsgeschichte Friedrichsteins (1935), die einen Großteil des 1945 verlorenen Friedrichstein-Archivs bewahrt hat. Es folgten einige größere Auslandsreisen. 1938 übernahm sie das zweite Familiengut, das mehr als 100 km südlich von Friedrichstein liegt verlassen. Während der Zweiter Weltkrieg sie stand in engem kontakt mit dem Kreisauer Kreis, eine Gruppe von Intellektuellen, die gegen Hitler. Sie war zumindest indirekt an dem gescheiterten Putsch gegen Hitler im Juli 1944 beteiligt, angeführt von Stauffenberg.
Ende Januar 1945 musste sie, wie viele ihrer Landsleute, Ostpreußen verlassen, als das Gebiet von den Sovietunion. In sechs Wochen reiste sie zu Pferd von Quittanen nach Westen und ließ sich in Hamburg nieder. Ab 1946 begann sie für die zu schreiben Liberale wöchentliches Magazin Die Zeit. Anfangs unterstützte sie Adenauer, erkannte aber relativ früh, dass auf die Rückgabe der verlorenen Gebiete verzichtet werden sollte. Dies wurde von vielen anderen 'Vertriebenen' nicht geschätzt. 1968 wurde sie Chefredakteurin der Zeitschrift. In vielen Publikationen hat sie sich für die Ostpolitik von Willy Brandt. Sie schrieb auch viele autobiografische Stücke über das frühere Leben in Ostpreußen.
Dönhoff galt als einer der führenden Intellektuellen und Journalisten der Bundesrepublik Deutschland. Jedes Jahr die 'Marion Dönhoff Stiftung', auf Empfehlung der Leser von Die Zeit, das Marion Donhoff Preis verliehen an eine Person oder Institution, die einen Beitrag zu guten Beziehungen zwischen Deutschland und Osteuropa geleistet hat.
1994 wurde sie a Preis für vier Freiheiten in der Kategorie Redefreiheit.
Arbeiten
- Entstehung und Bewirtschaftung eines ostdeutschen Grossbetriebes. Die Friedrichstein-Güter von der Ordenszeit bis zur Bauernbefreiung (Dissertation, Universität Basel 1935)
- Deutsche Aussenpolitik von Adenauer bis Brandt, (1972)
- Von gestern nach übermorgen, (1981)
- Amerikanische Wechselbäder. Beobachtungen und Kommentare aus vier Jahrzehnten, (1983) - ISBN 3421061653
- Weit ist der Weg nach Osten, (1985)
- Kindheit in Ostpreußen, (1988) - ISBN 3442722659
- Gestalten unserer Zeit: Politische Portraits, (1990)
- Namen sterben keiner mehr nennt. Ostpreu.en. Menschen und Geschichte, (1989) - ISBN 3423300795
- Versöhnung: Polen und Deutsche, Hg. mit Freimut Duve, (1991)
- Im Wartesaal der Geschichte. Vom Kalten Krieg zur Wiedervereinigung, (1993) - ISBN 3421066450
- Um der Ehre Willen. Erinnerungen an die Freunde vom 20. Juli, (1994) - ISBN 3886805328
- Der Effendi wünscht zu beißt. Reisen in dieser verlorenen Fremde, (1998) - ISBN 3886806472
- Preußen. Maß und Maßlosigkeit, (1998) - ISBN 3442755174
- Zivilisiert den Kapitalismus, Grenzen der Freiheit (1999) - ISBN 342660907X
- Menschenrecht und Bürgersinn, (1999) - ISBN 3421052018
- Macht und Moral. War es aus der Gesellschaft? (2000) - ISBN 346202941X
- Deutschland, Deine Kanzler. Die Geschichte der Bundesrepublik 1949 - 1999, (1999) ISBN 344275559X
- Vier Jahrzehnte politischer Begegnungen (2001) - ISBN 3572012406
- Was mir wichtig war, Letzte Aufzeichnungen und Gespräche, (2002) - ISBN 3886807843
- Ritt durch Masuren, Aufgeschrieben 1941, (2002) - ISBN 3800330369
- Ein wenig betrübt, Ihre Marion. Marion Gräfin Dönhoff und Gerd Bucerius. Ein Briefwechsel aus funf, Jahrzehnte (2003) - ISBN 3886807983
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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