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Matonge
Matonge
Bezirk von Ixelles
Matonge (Region Brüssel-Hauptstadt)
Matonge
Kerndatei
GemeindeIxelles
Kreiszwischen dem Waveversesteenweg und dem Elsensesteenweg, direkt unterhalb der kleiner Ring in der Nähe des Porte de Namur
Koordinaten50° 50′ N, 4° 22′ E
Einwohner (2011)8328
Fotos
Bruxelles Matonge en Couleurs 2009 002.jpg

Matonge (ausgesprochen [mäßig]?) ist eine Nachbarschaft in der Brüssel Gemeinde Ixelles. Der Bezirk wird manchmal als "Klein-Zaire" bezeichnet.

Der Stadtteil liegt zwischen dem Waveversesteenweg und dem Elsensesteenweg, knapp unterhalb des Kleiner Ring in der Nähe des Porte de Namur. Nach dem dipenda 1960 begannen sich Kongolesen in Brüssel niederzulassen, was zuvor kaum geschehen war.[1] Oft waren es Studenten oder Diplomaten, aber auch Kaufleute wie Jean Lubanda, der seinen Stoffladen Matonge nach dem geschäftigen Geschäftsviertel in . benannte Kinshasa.[2] Der Name des Unternehmens wurde in den Stadtteil Ixelles übertragen, wo die 60er Jahre Menschen von afrikanisch, meist Kongolesisch Ursprünge trafen sich in Clubs und Cafés. Das Brüsseler Maison Africaine (African House, Maisaf) zog 1969 in das Viertel und beherbergte etwa hundert schwarze Studenten. Im Laufe der Jahre hat sich das Viertel zu einem Mischmasch der Reichen entwickelt Studenten und ärmer Flüchtlinge und Studenten. Der lokale Mittelstand konzentriert sich auf afrikanische und europäische Kunden.

Ursprünglich besuchten Kongolesen den Bezirk. Später folgten weitere Afrikaner (aus Ruanda, Burundi, Mali und Senegal). In den 1990er Jahren verwandelte sich Matonge nach und nach von einem Vergnügungsviertel zum ersten Ankunftsort für afrikanische Einwanderer. Durch die zunehmende Kriminalität bekam die Nachbarschaft einen schlechten Ruf. Die Erschießung von Monga Fololo durch die Polizei am 15. Februar 2001 löste Unruhen aus.[3] Näherungspolizei wurde eingesetzt und auch die lokale Organisation Conservatoire Bayaya trug zur Aufwertung von Matonge bei. 2007 wurde die Statue im Stadtteil aufgestellt Au-delà de l'espoir Gesendet. Nach den kongolesischen Wahlen kam es im Dezember 2011 zu Demonstrationen gegen Präsident Kabila, die zu Ausschreitungen eskalierten.

Literatur

Fußnoten

  1. Sarah Demart, "De la Distinktion au stigmate. Matonge, un quartier congolais dans Bruxelles", in: Les Cahiers de la Fonderie, 2008, Nr. 38, p. 58-62
  2. "Schwarz oder weiß, jeder kommt hierher, um zu heilen", De Standaard, 29. Juni 2019
  3. Matonge nach den Unruhen, De Standaard, 24. Februar 2001