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Max Seidenspinner (Ingolstadt, 25. November1912 – München, 3. Juli1990) war ein DeutscheKomponist und Dirigent. Für bestimmte Werke verwendete er das Pseudonym: Max Seidner.
Lebenszyklus
Seidenspinner nahm im Alter von acht Jahren Klavier- und Orgelunterricht bei Max Grau in seiner Heimatstadt. Nach der Schule wurde er zum Dekorateur ausgebildet. Bereits während seiner Berufsausbildung gab er Klavierunterricht. Am 1. April 1934 wurde er Mitglied der Musikkorps des Bayerischen Infanterieregiments 20 20 in Ingolstadt. Er selbst war Hornist.
Seidenspinner heiratete 1937. Inzwischen war die Familie zu Berlin verlassen, als Max Jr. am 24. September 1940 geboren wurde. Während der Zweiter Weltkrieg, die er selbst als Angehöriger des 63. Infanterieregiments an der Einmarsch deutscher Truppen in Polen erfahren, studierte er vom 1. April 1940 bis 24. März 1943 an der Staatliche Musikhochschule, der Vorgänger des Universität der Künste in Berlin. Sein Kompositionslehrer war Hermann Wünsche, der ihn bald zusammen mit einem spanischen und einem rumänischen Schüler in seine Meisterklasse aufnahm. Seine erste große Komposition Romantische Szene (1942) wurde zwischen 1942 und 1945 mehrmals vom Berliner Rundfunk ausgestrahlt. Weitere Lehrer in Berlin waren für Horn, Prof. Bräutigam und für Klavier Prof. Rössler. Am 24. März 1943 erhielt er das Diplom als Musikmeister.
Im Mai 1943 wurde er mit an die Ostfront versetzt Orjol Dirigent eines Regimentsmusikkorps. Später wurden viele Musikbands aufgelöst und die Musiker kamen auch an Waffen. Das Ende des Zweiter Weltkrieg erfahrener Seidenspinner als Leutnant in dobeln. Am 9. Mai 1945 wurde er in amerikanische Gefangenschaft entlassen, die er am 21. Mai 1945 entließ und zu seiner Familie nach Ingolstadt zurückkehrte.
Nach dem Krieg spielte er mit anderen Musikern in kleiner Gruppe bei Festlichkeiten der amerikanischen Truppen in Ingolstadt. Sein ehemaliger Professor Hermann Wunsch machte ihm das Angebot als Lehrer für Musiktheorie an der damaligen Gymnasium für Musik in Berlin starten. Aber Seidenspinner wollte seine Wiege nicht verlassen.
Vor dem Krieg dominierten die Militärkapellen die Instrumentalmusik in Ingolstadt, insbesondere die Konzerte im Luitpoldpark und auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. 1948 war Seidenspinner Mitbegründer einer Blaskapelle, der Ingolstädter Blasorchester, die diese Tradition wieder aufleben ließ.
Später zog er mit seiner Familie nach München und wurde am 14. Mai 1956 Dirigent des Blasorchesters München Postillione und der Männerchor Post. 1958 spielte er mit diesem Orchester an der Weltmusikwettbewerb im Kerkrade erfolgreich. Neben diesen Tätigkeiten war er Bundesdirigent des Musikbund für Ober- und Niederbayern.
Seidenspinner war nicht nur ein hervorragender Arrangeur (er hat die Schneewalzer von Thomas Koschat für Blasorchester), sondern auch ein bekannter Komponist.
Kompositionen
Arbeiten für Orchester
- Blitzsaubere Mädchen
- Hoffnungsstrahl, galoppieren
- Liebes-Vals
- Tangoentüllungen
- Rumba-Prima
Arbeiten für eine Konzertband
- 1942Romantische Szene, für große Blasorchester
- 1942Bayerische Bauernpolka, für Blasorchester
- 1942Symphonische Variationen, für Blasorchester
- 1943Auf gute Kameradschaft, März
- 1948Fischer-Suite
- Der hexte Walzer
- Fughetta Bayern
- Grad zünftig
- Jahrestag
- Kleines Konzert, für Blasorchester
- S´ Blitz und Stärke, galoppieren
- Schneidige Buam
- Tanz beim Stießerer
- Trauerzug
- Ulmer Spatzen, März
- Verliebter Postillion, Zwischenspiel
- Wendypolka
- Widmung
- Zitterer, Polka
- Zwei Tänze aus Bayern
- Sepperl-Polka
- Auf Brautschau (Rheinländer)
Arbeit für Chöre
- 1942Alter Totentanz, für Männerchor und Orchester
Kammermusik
- 1942Bläserquintett
- 1949Streicht-Trio, für zwei Violinen und Tenorvioline
- Klaviertrio in C
- Triosonate, für Violine, Cello und Klavier
- Variationen über „Come ein Vogerl geflogen“, für Violine und Klavier
Externer Link
- (das) Biografie
| Bibliographische Informationen |
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