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Michail Prisjvin
Mikhail Prishvin auf russischer Briefmarke von 1973

Michail Michailowitsch Prishvin (Russisch: ихаил Михайлович ришвин) (Chruschtschow, Oblast Lipezk, 4. Februar1873Moskau, 16. Januar1954) war ein russischer Schriftsteller.

Leben und Arbeiten

Prishvin wurde 1873 in eine Kaufmannsfamilie in der Nähe der Stadt geboren jelets. Nach dem Agrarstudium in Riga und Leipzig er reiste zu Fuß durch Nordrussland. Daraus entstand sein berühmtestes Werk Im Land der furchtlosen Vögel (1907), über das Leben von Vögeln, Tieren, Pflanzen und Menschen. Maksim Gorkic sagte über ihn: "Ich kenne keinen anderen russischen Schriftsteller, dessen Naturwissen und Naturliebe so harmonisch vereint sind." Bei Prisjvin steht die Natur im Mittelpunkt und sie nicht, wie zum Beispiel bei Turgenjew nur der Hintergrund der Aktion. Er betrachtet die Natur poetisch, aber durch eine wissenschaftliche Brille, ohne Mystik. Seine Arbeit ist national tief verwurzelt. Es atmet den Duft der russischen Wiesen und Wälder, enthält Volkskunde und interessiert sich sehr für Mischformen der Volksreligion. Konstantin Paustovsky nannte ihn „den Sänger der russischen Natur“.

Nach dem Russische Revolution Prishvin hielt sich von politischen Aktivitäten fern. Er war noch drin Moskau Mitglied der Literaturgruppe pereval, aber er zog sich bald aufs Land zurück. In seinem autobiografischen Roman Die Ketten von Kashtsey (1923-1954) erzählt er in zehn eigenständigen Geschichten, wie er das Leben und die Natur kennenlernte und den Weg zu den Menschen fand. Sein Held Alpatov sucht nach Mitteln, um die Ketten des bösen Zauberers Kashtsey zu durchbrechen.

Prishvins Novelle Der schwarze Araber, über eine Reise in die südöstlichen Steppen Russlands, wurde ins Niederländische übersetzt von Stijn Streuvels.

Arbeiten (Auswahl)

  • Im Land der unerschrockenen Vögel (1907)
  • Auf der Suche nach dem magischen Brot (1908)
  • An den Mauern der unsichtbaren Stadt (1909)
  • Kalender der Natur (1925-1926)
  • Die Ketten von Kashtsey (1923-1954)
  • Der Tropfen des Waldes (1940-1943)

Literatur und Quellen

  • E. Waegemans: Russische Literatur Utrecht, 1986. (Überarbeitete und aktualisierte Ausgabe: Amsterdam, Antwerpen, 2003). ISBN 90-5330-355-3
  • A. Bachrach et al.: Enzyklopädie der Weltliteratur. Büsum, 1980-1984. ISBN 90-228-4330-0