WikiDer > Multitimbral

Multitimbraal

Der Begriff multitimbral kommt von elektronische Musik und gilt für Synthesizer und Soundmodule. Es bedeutet so viel wie: die Fähigkeit, Klangfarben ('Klang') gleichzeitig um es hörbar zu machen.

Hintergrund

Seit den 1970er Jahren gibt es Sequenzer produziert. Zu dieser Zeit waren dies eigenständige Geräte mit einer eigenen eingebauten Tonquelle. Dies kam der Flexibilität nicht zugute, da die Leute immer auf die Sounds angewiesen waren, die der Sequenzer selbst produzieren konnte.

Mit dem Aufkommen des MIDI Kommunikation-Protokoll vor dem DigitalMusikinstrumente In den frühen 1980er Jahren wurden auch digitale Sequenzer veröffentlicht, die über MIDI mit Synthesizern kommunizieren konnten. Damit war es plötzlich möglich, die Sounds der externen Soundquelle über MIDI zu steuern, so dass man nicht mehr allein auf die Sounds angewiesen war, die der Sequenzer zur Verfügung hatte.

Zu den ersten Synthesizern, die MIDI nutzten, gehörten der Yamaha DX7 und der Roland Juno-106. Revolutionen im Digitalen Chip-Technologie ermöglichte es, die Kommunikation zwischen elektronischen Musikinstrumenten zu vereinheitlichen. Die neuen Synthesizer „verstanden“ MIDI und konnten (mit dem aktuell ausgewählten Sound) die vom Sequenzer gesendeten MIDI-Noteninformationen als Musik hörbar machen. Um eine vollwertige Musikproduktion zu erreichen, war jedoch mehr erforderlich. Zumindest mehr als nur ein Ton.

Das MIDI-Protokoll bietet jedoch die Möglichkeit, auf bis zu 16 „Kanälen“ gleichzeitig MIDI-Informationen zu übertragen. Und über mehrere Kanäle übertragen bedeutet das auch über mehrere Kanäle empfangen Es wurden daher Übergangslösungen gefunden, indem mehrere Synthesizer über komplexe MIDI THRU - IN - THRU - IN Loops miteinander verbunden und die verschiedenen Synthesizer auf unterschiedliche Kanäle eingestellt wurden, so dass mehrere Sounds gleichzeitig zu hören waren. Die Grenzen waren klar: Man war immer auf die Anzahl der verfügbaren Synthesizer angewiesen (eine kostspielige Angelegenheit), und die Anzahl der zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Musik verfügbaren Klänge war immer genau gleich der Anzahl der zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Synthesizer. Auch ein Element wie verzögern eine Rolle gespielt: Wenn zu viele MIDI-Geräte miteinander verbunden waren, zeigte das letzte Mitglied einer MIDI-Kette oft eine hörbare Verzögerung. Dadurch klang die Musik nicht mehr „eng“. Dieser Effekt wird auch als bezeichnet MIDI-Lag.

Das waren Gründe, die nächste Generation von Synthesizern und Soundmodulen damit auszustatten multitimbral Chancen. Die Geräte können so eingestellt werden, dass sie auf allen verfügbaren MIDI-Kanälen "hören" - gleichzeitigDamit waren die digitalen Klangquellen multitimbral geworden. Im Prinzip könnten nun 16 Klangfarben (Klänge) gleichzeitig hörbar gemacht werden.

Bei den etwas älteren multitimbralen Klangquellen ist es oft noch notwendig, einen „Omni“- oder „Global“-Parameter auf „ON“ zu setzen, bevor Multitimbralität überhaupt funktioniert (die beiliegenden Handbücher erklären dies oft gut). Aktuelle Geräte sind diesbezüglich einfacher zu bedienen.