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Nowa Huta ist der östlichste Bezirk der polnischen Stadt Krakau. Der Stadtteil wurde nach den Grundsätzen der sozialistischer Realismus. Nowa Huta bedeutet Neue Stahlfabrik. Neben dem Stadtteil entstand das größte Stahlwerk Polens.
Nach dem Offensive Wisła-Oder die neuen Herrscher sahen sich dem Widerstand des Krakauer Bürgertums, der Intellektuellen und der Studenten gegenüber. Um das „Klassengleichgewicht“ wiederherzustellen, wurde eine neue Satellitenstadt geplant, um Menschen aus unteren sozioökonomischen Schichten anzulocken. Dafür mussten die Dörfer Mogiła, Pleszów und Krzesławice weichen. Es sollte ein bedeutendes Zentrum der Schwerindustrie und eine Musterstadt für kommunistische Propaganda werden. Es ist seit 1949 eine eigenständige Stadt, aber bereits 1951 wurde die Stadt zu Krakau hinzugefügt und eine Straßenbahnlinie gebaut. Nach 1956 schwand der Einfluss des sozialistischen Realismus. Das Stahlwerk Vladimir Lenin wurde 1954 eröffnet und wurde das größte in Polen seit 20 Jahren (7 Millionen Tonnen pro Jahr), während Nowa Huta ebenfalls schnell wuchs. In den 1970er Jahren wurden Polens größte Tabakfabrik und eine riesige Zementfabrik gebaut. Die Entscheidung, hier eine solche Schwerindustrie zu errichten, basiert auf ideologischen Überlegungen und hat keine wirtschaftliche Logik. Die Kohle musste aus Schlesien transportiert werden und Eisenerz kam aus der Sowjetunion, während der lokale Bedarf gering war.
Eine katholische Kirche wurde nicht in den Entwurf einbezogen. Die Einwohner kämpften mit Unterstützung von Bischof Karol Wojtyła, dem späteren Papst Johannes Paul IIum die Erlaubnis zum Bau einer Kirche. Die Erlaubnis kam 1967 und die Kirche wurde geweiht 1977 von Wojtyla. Als er 1979 als Papst Polen besuchte, wollte er Nowa Huta besuchen, erhielt aber keine Erlaubnis.
In den 1980er Jahren fanden in Nowa Huta große Demonstrationen statt. 29.000 der 38.000 Arbeiter der Lenin-Fabrik waren Gewerkschaftsmitglieder Solidarno.
Nach dem Fall des Volksrepublik Polen die zuvor nach Lenin und der kubanischen Revolution benannten Straßen in der Nachbarschaft wurden nach Papst Johannes Paul II. umbenannt, Władysław Anders und Ronald Reagan. Auch die Stahlfabrik wurde umbenannt.
Nowa Huta ist eine Touristenattraktion. Touristen werden mit Bussen durch die Nachbarschaft transportiert. Auch der Wanda . Grabhügel (Wandy kopieren) befindet sich in Nowa Huta.
Der Film Der Mann aus Marmor ab 1977 von Andrzej Wajda findet in Nowa Huta statt.
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