WikiDer > Oenka

Oenka
Oenka
IUCN-Status: Gefährdet[1] (2020)
Unka (männlich)
Taxonomische Klassifikation
Reich:animalia (Tiere)
Stamm:Chordaten (Chorda-Tiere)
Klasse:Säugetiere (Säugetiere)
Auftrag:Primaten (Primaten)
Familie:Hylobatidae (Gibbon)
Sex:Hylobate
Nett
Hylobates Agilis
Cuvier, 1821
Verbreitungsgebiet des oenka
Oenka
Bilder aufWikimedia CommonsWikimedia Commons
Oenka aufWikispeziesWikispezies
Portal  Portalsymbol  Biologie
Säugetiere

Das oenka (Hylobates Agilis) gehört zur Überfamilie der Menschenaffen (Hominoidea) und die Familie der Gibbons (Hylobatidae). Das Tier lebt Sumatra (Indonesien), Malakka (Malaysia) und Süd Thailand. Die Oenka ist bedroht von Zerstörung des Lebensraumes und Wilderei. Diese Art ist eng verwandt mit Hylobates albibarbis die früher als Borneo-Unterart der Oenka galt.

Beschreibung

Wie die anderen Gibbons ist der Oenka ein schlanker Affe mit einer Länge von 44 bis 63 cm und einem Gewicht von 4 bis 8 kg, wobei das Männchen etwas größer ist als das Weibchen. Die Fellfarbe variiert zwischen schwarz und rotbraun. Wie andere Gibbons haben sie helle Augenbrauen. Das Männchen hat auch weiße bis graue Haare auf den Wangen.[2]

Verbreitung und Lebensraum

Die Oenka findet man auf Sumatra südöstlich des toba-see und der Singkil River, weiter innerhalb einer ziemlich schmalen Zone auf Malakka im thailändisch-malaysischen Grenzgebiet (siehe Verbreitungskarte). Die verbleibenden Oenka-Populationen erreichen ihre höchste Dichte im tropischen Tieflandwald, in dem die Waarin Brettwurzelbäume dominieren. Der Oenka kommt aber auch in Sumpf- und Hangwäldern bis zu einer Höhe von 1400 m über dem Meeresspiegel vor. In dem Nationalpark Bukit Barisan Selatan auf Sumatra findet man Oenkas an Waldrändern in der Nähe menschlicher Siedlungen.[1]

Oenkas sind verschiedene Waldtiere, die tagsüber aktiv sind. Sie sind Fruchtfresser mit einer Vorliebe für Früchte wie Feigen mit hohem Zuckergehalt, sie fressen aber auch Blätter und Insekten. Auf Malakka wurde festgestellt, dass ihre Territoriumsgröße durchschnittlich 29 Hektar beträgt.[1]

Status als gefährdete Art

In seinem gesamten Verbreitungsgebiet, auch in Nationalparks, ist der Oenka durch illegale Jagd und darüber hinaus, vor allem außerhalb der Parks, durch die Umwandlung von Tropenwald in Palmöl- oder Kautschukplantagen bedroht. Auf Java wurde festgestellt, dass der Oenka oft auf (illegalen) Märkten zum Verkauf angeboten wurde. Der Bevölkerungsrückgang dürfte in 10 Jahren bei 50 % liegen (6,7 % pro Jahr). Aus diesem Grund wird die Oenka als gefährdete Art auf der Rote Liste der IUCN.[1]