WikiDer > Flucht von Hugo de Groot
Hugo de Groots Flucht von dem Schloss Löwenstein im 1621 ist international bekannt. Hugo de Groot damit vorzeitig beendet die lebenslange Freiheitsstrafe dass er seither da ist 5. Juni1619 saß aus. Er ist geflohen auf 22. März 1621, kurz vor Ende des Zwölfjähriger Waffenstillstand während der Achtzigjähriger Krieg, versteckt in a Bücherregal. Nach seiner Flucht lebte er noch 24 Jahre.
Vorbereitungen
Hugo de Groot durfte während seiner Gefangenschaft weiter studieren und schreiben. Die dafür benötigten Bücher wurden geliefert von Gorinchem in einer Bücherkiste auf Schloss Loevestein gebracht. Die Bücherkiste wurde anfangs streng kontrolliert, später lockerte sich die Kontrolle. Daraus entstand ein Plan, Hugo entkommen zu lassen. Er trainierte, ruhig und stumm im Bücherregal zu liegen. Das Training dauerte immer zwei Stunden am Stück, die Dauer der Überfahrt nach Gorinchem.
An dem Tag, an dem in Gorinchem ein Jahrmarkt gefeiert wurde, kroch Hugo de Groot in die Bücherkiste und wurde vom Dienstmädchen unterstützt helped Elsje van Houweningen die Burg freigegeben. Teilweise wegen der Feierlichkeiten wurde die Bücherkiste nicht kontrolliert. Gegen 8.30 Uhr wurde der Sarg auf die andere Seite des wallonisch/Merwede gebracht. Er kam gegen 10 Uhr in Gorinchem an. Gegen 12:00 Uhr war er verkleidet als Mason und ging zu Fuß nach Süden. Nach einer Reise durch die Land Altena er kam am Nachmittag gegen 16:00 Uhr an Waalwijk. Von dort fuhr er gegen 18:00 Uhr auf dem Karren eines Waalwijk-Fuhrmanns nach Antwerpen.
Inzwischen vergaß seine Frau, die Hugo de Groot besuchen durfte und in Loevestein zurückgeblieben war, an diesem Abend eine Kerze anzuzünden.[Quelle?] Sein Zimmer wurde verdächtig dunkel gefunden und seine Flucht entdeckt. Reiter wurden noch in die Region geschickt. Nach Mitternacht trafen die Fahrer in Waalwijk ein, doch Hugo war schon mehrere Stunden unterwegs. Die Fahrer mussten sich von spanischem Territorium fernhalten und hatten keine Ahnung, was Hugo de Groots Ziel sein würde.
Die Route nach Antwerpen
Hugo de Groot reiste wahrscheinlich auf dem damals üblichen Weg von Waalwijk nach Antwerpen: Waalwijk, Loon op Zand, Tilburg, Riel, Alphen, Baarle, Hoogstraten, Sint-Lenaarts, Sint-Job-In-'t-Goor, Merksem, Antwerpen. Zwischen Riel und Hoogstraten musste er Staatsgebiet durchqueren. In dem Biografie van De Groot von Brandt und Van Cattenburgh sagt: „Nachdem er die ganze Nacht geritten war und noch ein paar Stunden von Antwerpen entfernt war, sah er am nächsten Tag einige Soldaten aus dem spanischen Boden, die sich ihm näherten, die den Karren anhielten und sich ihm näherten Reisepass.“ Daraus lässt sich schließen, dass Hugo de Groot zu diesem Zeitpunkt gerade Staatsterritorium verlassen hatte. Anscheinend sah er in dieser Flugbahn über „feindliches“ Territorium wenig Gefahr.
Die gleiche Passage aus der Biografie macht deutlich, dass Hugo de Groot nicht im Gasthaus De Zwaan in Baarle übernachtet hat, wie es eine hartnäckige Legende behauptet. Dem würde auch der Zeitplan widersprechen. De Groot traf gegen halb eins mit seinem Gastgeber Reverend Nicolaas Grevinkhoven in Antwerpen ein. Das wäre unmöglich gewesen, wenn er auch in Baarle übernachtet hätte.
Anderthalb Wochen später reiste De Groot von Antwerpen nach Paris.
Bücherregal
Drei Museen in den Niederlanden besitzen eine Bücherkiste, die für die Flucht genutzt worden sein soll.[1] Da ist einer im Rijksmuseum im Amsterdam,[2] im Museum Het Prinsenhof im Delft[3] und im Schloss Loevestein.
Untersuchungen zur Restaurierung des Delfter Sarges im Jahr 2013 haben ergeben, dass höchstwahrscheinlich keiner der drei Särge der Sarg der Flucht ist: Er ging bereits im 17. Jahrhundert verloren. Am 4. März 2020 wurde nach einer weiteren eingehenden Untersuchung das Fernsehprogramm Historische Beweise bekannt, dass das Bücherregal in der Museum Het Prinsenhof sagt, "wenn nur der Sarg sein könnte"[4].
Fotogallerie
Hugo de Grootpoortje in Gorinchem
Schild am Hugo de Grootpoortje in Gorinchem

Bücherkiste aus der Zeit von Hugo de Groot
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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