WikiDer > Orgelerbe
unten Orgelerbe versteht man Organe einige historische Elemente enthalten. Ein gebräuchlicher Begriff in diesem Zusammenhang ist „historisches Organ“. Das Besondere am Orgelerbe ist, dass es sich um Erbe mit funktionsfähiger Funktion.
Orgel als Erbe
Orgeln sind komplexe Instrumente, die ein breites Spektrum an Fachwissen erfordern Orgelbau, Geschichte, Materialkenntnisse sowie kunsthistorische Erkenntnisse werden vorausgesetzt.
Seit Jahrhunderten werden Orgeln wegen ihrer Nützlichkeit geschätzt. Dies zeigt sich daran, dass sie von ihrem ursprünglichen Konzept beibehalten, aber auch angepasst und erneuert wurden. Zum Beispiel wurden neuere Instrumente manchmal in ein älteres Orgelgehäuse eingebaut. Dennoch blieben die Leute oft an einem Stilkonzept fest. Ab dem 19. Jahrhundert ging die Orgelbauromantik oft mit einer Industrialisierung des Orgelbaus einher. Neben dem Bau neuer Instrumente wurden erstmals auch alte Instrumente adaptiert, nicht mehr aus einem Stil, sondern beispielsweise durch Hinzufügen einiger romantischer Tonarten.
Länder wie die Niederlande und Deutschland haben eine starke Orgeltradition. So ist der deutsche Orgelbau und die Orgelmusik seit 2017 von der UNESCO in die repräsentative Liste des „Immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ eingetragen.[1]
Belgien hinkte bei der Aufwertung historischer Orgeln etwas hinterher. Der niederländische Orgelspezialist Lambert Erné bezeichnete diesen Aufwertungsstau 1970 als „unbeschreibliche Schweinefüße“.[2] Ab 1970 begann in Flandern allmählich eine Aufwertung der historischen Orgel, dank der flämischen Politik (damals Nationales Amt für Denkmalpflege und Landschaftspflege), die sich auf die Bestandsaufnahme, den Schutz und die Nachverfolgung von Restaurierungsarbeiten an geschützten Orgeln konzentrierte. 1970 wurde Ghislain Potvlieghe angeworben, um ein Inventar der historischen Orgeln zu erstellen. Später wurden diese Aufgaben von Antoon Fauconnier und Patrick Roose übernommen. 1974 wurde der erste Teil des Inventars vom neugegründeten Landesamt für Denkmalpflege und Landschaften herausgegeben. In der Provinz Limburg ergriff die Landesregierung die Initiative und veröffentlichte 1976 eine Bestandsaufnahme. 1988 folgte eine neue Initiative, bei der Michel Lemmens weiter an einem Inventar der wichtigsten historischen Orgeln in Limburg arbeitete.
Orgelinventar
Orgelinventar in Flandern
Die Bestandsaufnahme des Orgelerbes in Flandern erschien in der Buchreihe „Het Historisch Orgel in Vlaanderen“, die zwischen 1974 und 1986 erschien. Dank des Inventars der Agentur für unbewegliches Erbe Von der flämischen Regierung wurden zahlreiche Informationen veröffentlicht, die leider noch nicht systematisch veröffentlicht werden konnten. Da die Informationen über Orgeln nur eingeschränkt zugänglich sind, fehlt den lokalen Managern oft das Wissen, eine Orgel richtig zu bewerten oder eine solide Orgelpolitik zu betreiben. Ab Mitte der Jahre bis 2013 wurden die Organdaten systematisch über eine Online-Datenbank zugänglich gemacht.
Organologie
Es organische Forschung begann dank des Inventars, aber auch dank der verschiedenen herausgegebenen Orgelzeitschriften.
Flämische Orgelzeitschriften
Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg erblickten die flämischen Orgelzeitschriften das Licht der Welt.
- 1946-1950: Die Schalmei
- 1951-1972: Der Prästant
- 1973: Hören der Orgel I
- 1978-heute: Orgelkunst
Externe Links
- Website der Immovable Heritage Agency
- Website des Inventars des unbeweglichen Erbes
- Geschichte der flämischen Orgelzeitschriften
- Forschungsbericht Historische Orgeln, Immobilienagentur
Quellen
|