WikiDer > Oscar Colbrandt

Oscar Colbrandt

Oscar Colbrandt (Gent, 18791959) war ein belgischer Maler.

Lebenszyklus

Bereits als Zwölfjähriger absolvierte Colbrandt den Kurs „Strichzeichnung“ in der Klasse von E. De Bie an der Königliche Akademie der Schönen Künste bei Gent. Von 1892 bis 1896 Geschenke Louis Mast, Jean Delvin und Jules Evarist Van Biesbroeck der junge Colbrandt dort in den unteren Klassen. Von 1896 bis 1900 war er Schüler von Louis Tytgadt in der Zeichenklasse "lebendes Modell". In der höchsten Zeichenklasse 1899-1900 hatte Colbrandt unter anderem: Robert Aerens, Leonard De Buck, Jules Verwest, Karel Van Belle, Willem Montobio, Leon Sarteel, Gust Crommelinck und Frits Van den Berghe als Mitschüler. Er belegte den Kurs der Kunstgeschichte bei Jean Delvin und widmete sich nach der Jahrhundertwende kurzzeitig der Bildhauerei (1900-1902). 1904 und 1907 versuchte er erfolglos um den Rompreis für Malerei.

Oscar Colbrandt debütierte als Porträtmaler. Nach dem Ersten Weltkrieg war Oscar Colbrandt von der Wiederbelebung der religiösen Kunst gefesselt. Ab 1923 produzierte er nur noch religiöse Werke. Als religiöser Künstler war Oscar Colbrandt aufgrund seiner strengen, asketischen Lebenseinstellung absolut authentisch. Christus am Kreuz, der Hl. Franziskus und die Jungfrau Maria waren drei beliebte Themen in seinem Oeuvre. Das Oeuvre besteht aus mehreren Dutzend Gemälden und Hunderten von Zeichnungen in Bleistift oder Kohle.

Als junger Maler nahm er an mehreren Gruppenausstellungen teil. Sein unausgeglichener Charakter war jedoch der Grund dafür, dass es ihm nie gelang, Karriere zu machen.[Quelle?] Zu seinen Lebzeiten hatte er nur eine einzige Ausstellung: im Februar 1923 im Galerie d'Art in Gent zusammen mit den Genter Bildhauern Oscar Verlot und Emil Putou. Nach 1925 ist er weder in den offiziellen Salons noch in den Genter Galerien zu finden.

Entmutigt und verbittert durch die fehlende Anerkennung stellte Colbrandt um 1940 jegliche künstlerische Tätigkeit ein. Er selbst hat jedoch wenig dazu beigetragen, sich einen Namen zu machen. Er war sehr zurückgezogen und hatte wenige Freunde.

Von 1942 bis 1949 hielt er sich in der Guislain-Institut bei Gent. Ab 1950 hielt er sich dort bis wenige Tage vor seinem Tod 1959 wieder auf. Dort starb er nach einer Beinamputation.

Museen

Literatur

  • P. Huys, Maler O. Colbrandt, Gent, 1968.
  • Oscar Colbrandt (Ausstellungskatalog), Aalst (Old Hospital Museum), 1972.
  • Colbrandt-Servaes (Ausstellungskatalog), Hasselt (Kulturzentrum), 1989.
  • H. Bosschaert, K. Cassiman und N. Poulain, Grüße aus dem Jahr 1926. Die Kunstszene in Gent 1926 (Ausstellungskatalog), Gent, s.d.
  • Le dictionnaire des peintres belges du XIVe siècle à nos jours, Brüssel, 1994.