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Patrick Peire (Brügge, 6. August1946) ist Dirigent, Chorleiter und Musikpädagoge.
Lebenszyklus
Peire absolvierte die Geisteswissenschaften Lateinische Mathematik an der Saint Louis College in Brügge. Anschliessend erlangte er 1968 einen Magisterabschluss in Psychologie (Fachrichtung Musikpsychologie) und 1970 einen Magisterabschluss in Kunstgeschichte und Archäologie (Fachrichtung Musikwissenschaft) an der Universität Gent. 1974-75 studierte er fünf Semester an der Albert Magnus University of Köln.
Seine musikalische Karriere begann früh. Als Zwölfjähriger gründete er mit einigen Freunden seine erste Musikgruppe. Im Sint-Lodewijkscollege spielte er Blockflöte im Ensemble Ons Dorado. Während einer Konzerttournee mit dieser Gruppe traf er sich Carl Orff. Er nahm Unterricht am Musikkonservatorium von Brügge. In seinem vorletzten geisteswissenschaftlichen Jahr gründete er das Barockensemble Ter Duinen (1963). In Gent setzte er sein Studium an der Königliches Konservatorium. Erste Preise erhielt er in Solfège (1966), Harmonielehre (1970), Flöte (1970), Kammermusik (1971) und Musikgeschichte (1971). 1971 gründete er mit Freunden das Telemann Barockensemble. Kurz darauf erfolgte die Gründung der Collegium Instrumentale Brüggen. 1974 erhielt er einen ersten Preis für Blockflöte am Königlichen Konservatorium in Brüssel. In Köln und in Den Haag er spezialisierte sich auf Alte Musik und historische Aufführungspraxis.
Das Collegium Instrumentale Brugense wurde zu Peires Haupttätigkeit als Dirigent. Über viele Jahre (bis 2006 unter seiner Leitung) veranstaltete dieses Ensemble jährlich 30 bis 40 Konzerte im In- und Ausland. Außerdem übernahm er auch das Westflämische Vokalensemble und benannte es um Capella Brüggensis. Von 1986 bis 1994 war Peire außerdem Dirigent des New Flemish Symphony Orchestra (ehemals West Flemish Orchestra).
Peire ist eine Cousine des Malers Luc Peire.
Literatur
- Luc LANNOO, Patrick Peire, in: Musiklexikon Westflandern, Band 3, 2000, S. 112-113.
- Luc LANNOO, Patrick Peire (°1946). Kulturbotschafter von Flandern, in: Flandern, 289, Tielt, 2002, S. 51-53.