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Peter Masuren | ||||
| Persönliche Informationen | ||||
| Geburtsdatum | 11. Dezember1922 | |||
| Geburtsort | Wien | |||
| Sterbedatum | 15. August2001 | |||
| Ort des Todes | Lausanne | |||
| Staatsangehörigkeit | Österreich-Niederländisch | |||
| Aktivitäten | ||||
| Disziplin | Theoretische Physik | |||
| Universität | Universität Leiden | |||
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Peter Masuren (Wien, 11. Dezember1922 – Lausanne, 15. August2001) war ein in Österreich geboren NiederländischPhysiker und Professor an der Universität Leiden.[1] Er war einer der Gründer der Nichtgleichgewichts-Thermodynamik.
Biografie
Mazur wurde in der österreichischen Hauptstadt Wien als Sohn des jüdischen Geschäftsmanns Karl George Mazur und Anna Zula Lecker geboren. 1931 zog die Familie nach Berlin, wo er das Gymnasium besuchte. Die Familie floh vor dem aufkommenden Nationalsozialismus aus Deutschland. Über die Schweiz landeten sie in Paris. Hier wurde er am Lycée Janson de Sailly ausgebildet.
1939 zogen die Mazuren nach Den Haag, aber nach der deutschen Besetzung der Niederlande 1940 mussten sie nach Zeist ziehen, weil Juden nicht an der Meeresküste leben durften. Um einer Deportation zu entgehen, tauchten die Masuren 1942 unter. In den folgenden drei Jahren lebte er getrennt von seinen Eltern auf verschiedenen Bauernhöfen auf dem Land Drenthe. Einen Monat nach der Befreiung der Niederlande wurde er wieder mit seinen Eltern vereint.
Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte Mazur Physikalische Chemie an der Universität Utrecht. 1951 promovierte er bei Sybren de Groot mit der These "Thermodynamique des phénomènes de transport dans l'Helium II liquide" (Thermodynamik von Transportphänomenen in flüssigem Helium-II) über die suprafluide Strömung von flüssigem Helium.
Nach einem Aufenthalt bei Ilya Prigogine zum Université libre de Bruxelles in Brüssel und als Postdoc an der Universität von Maryland 1953 trat er als Dozent an die Universität Leiden im folgenden Jahr. Zusammen mit de Groot, der inzwischen von Utrecht nach Leiden gekommen war, gründete er die Institut-Lorentz für Theoretische Physik op.
1961 wurde Mazur zum ordentlichen Professor ernannt und 1963, als De Groot nach Amsterdam ging, wurde er zum Professor-Direktor des inzwischen zu einem weltbekannten Institut herangewachsenen Lorentz-Instituts berufen. Mazur blieb bis zu seiner Emeritierung 1988 mit der Universität Leiden verbunden.
Neben seiner Tätigkeit in Leiden war Mazur auch in Ausschüssen der International Union of Pure and Applied Physics (1966-1984) und die Holländer Stiftung für materielle Grundlagenforschung (1970-1985). 1997 wurde er zum Ritter im Orden des Niederländischen Löwen.
Arbeit
Während seines Studiums beeindruckte Mazur seine Professoren, indem er eine alte Frage über einen elektrokinetischen Effekt mithilfe der Theorie der Reziprozitätsbeziehungen zwischen Onsager und Casimir löste. Diese Theorie sollte später die Grundlage der „Thermodynamik irreversibler Prozesse“ bilden. Später verbrachte Mazur einen Großteil seiner wissenschaftlichen Karriere mit diesem Thema.
Zusammen mit de Groot schrieb Mazur 1962 das Lehrbuch "Nichtgleichgewichts-ThermodynamikDieses in mehrere Sprachen übersetzte Buch sollte zum Standardwerk auf diesem Gebiet werden.
1976 gab Mazur zusammen mit Dick Bedaux und Alfonso Albano die erste systematische Formulierung der Nichtgleichgewichts-Thermodynamik für Oberflächen. Mit dieser Formulierung wurde ein neues Gebiet eröffnet, das sich noch in der Entwicklung befindet. Ein weiterer Durchbruch war ein 1982 veröffentlichter Artikel "Zur Bewegung und Brownschen Bewegung von n Kugeln in einer viskosen Flüssigkeitin dem er eine einfache mathematische Methode zur hydrodynamischen Beschreibung von Wechselwirkungen zwischen einer beliebigen Anzahl von Teilchen durch induzierte Kräfte angab.[2]
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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