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Philip van Praag sr.

Philipp von Prag (Amsterdam, 31. Mai1887Auschwitz (Polen), 12. Oktober1942) war ein Niederländisch Künstler, er war Maler, Zeichner, Keramikmaler und Buchbinder-Designer.

Biografie

Philip van Praag wurde als erstes Kind einer Familie mit sieben Kindern des Ehepaares Jochem Emanuel van Praag (1861-1924) und Betje Groenstad (1861-1942) geboren. Sein Vater war Diamantenarbeiter.

Van Praag absolvierte einen Abendkurs an der Nationale Akademie der Schönen Künste in Amsterdam, wo er Pieter Dupont (1870-1911) lernte Radierung.

Philip ging zuerst zur Arbeit bei Töpferbäckereihaga im Purmerend und ging dann zum Konkurrenten Die Distel in Amsterdam. Diese Töpferei wurde von J.M. Lappen.

Der Linolschnitt in Schwarz mit purpurroter Pelargonie, den Philip van Praag von Hummelo an seine Freunde schickte.

1913 heiratete Van Praag Marianne Flora Groenstad (1888-1942). Sie war Lehrerin am Sophie Rosenthal Konservatorium und tätig in der SDAP. Das Paar ging rein Arnheim lebte dort, wo van Praag als Töpfermaler bei den Arnheim Fayence Fabrik.

In Arnheim begann Van Praag seine grafische Arbeit für die SDAP und die Gewerkschaftsbewegung. 1917 zog die Familie Van Praag nach Deventer wo Van Praag Zierzeichner in der Metallwarenfabrik Deventer wurde isala. Sie wohnten in 4 b Diepenveenseweg, Deventer. Nach der Insolvenz von isala 1927 begann er als Werbe- und Dekorationskünstler zu arbeiten. Einer der frühen Bindungen des Weltbibliothek wurde von ihm entworfen.

Für das Institut für Arbeitnehmerentwicklung (Vorgänger des NIVON) ab 1924 kümmerte sich Van Praag um die Mitgliederhefte, die Beitragsmarken, die Briefmarke für den Kulturbau und ein Lesezeichen. Van Praags erster Entwurf für einen Privatmann Exlibris ist von 1906 und er entwarf im Laufe der Zeit fünfzig weitere Exemplare.

Aus einem Arbeitslager in Hummelo, wo er in den Kriegsjahren landete, wurde er ins Vernichtungslager geschickt Auschwitz. Von Hummelo hat er seinen Freunden noch einen geschickt Linolschnitt in schwarz mit feurigem rot Pelargonie. Später wurde Philip van Praag am 12. Oktober 1942 im Nazi-Lager ermordet.

Während seines Transports nach Auschwitz gelang es ihm, einem Mann an einem Bahnhof, an dem der Zug hielt, zwei Karten zu geben. Eine an seinen Sohn mit dem Auftrag, seinen Enkel bestmöglich zu versorgen. Der andere war an seinen Enkel gerichtet. Das Original dieser Karte gehört dem Israeli Memorial Institute Yad Vashem gegeben.

Van Praag wurde in Auschwitz ermordet, ebenso seine Frau und zwei ihrer Kinder. Ein weiterer Sohn und sein Enkel überlebten den Krieg.

Tribut

2008 wurde im neuen Wohngebiet Spikvoorde in Deventer eine Straße nach ihm benannt; die Philip-van-Prag-Straße.