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Philippe Charles Gigot (Brüssel, 24. Dezember1819 – Bad Ems, 4. September1860) war Belgier Archivar, Übersetzer und Kommunist. Er war Angestellter von Karl Marx und Friedrich Engels während ihrer Brüsseler Jahre (1845-1848).
Leben
Als Kind lebte Gigot in Wien, wodurch er neben Deutsch auch Niederländisch (die damals in Brüssel gebräuchliche Sprache) und Französisch (die Kultursprache) beherrschte. Zum Université Libre de Bruxelles, wo er Literaturwissenschaft und Philosophie studierte, war mit radikalen deutschen Studenten befreundet. nach seinem Kandidatur er brach sein Studium ab. Im September 1847 wurde er Angestellter der neuen paläografisch Büro unter der Leitung von Emile Gachet. Diese Stelle war unbezahlt, da sie nach Art der Franzosen als Lehrstelle gedacht war Ecole des Charters chart. Ab 1849 trug Gigot jedoch zur Veröffentlichung des Korrespondenz von Philippe II sur les Affairs des Pays-Bas des Generalstaatsarchivars Louis-Prosper Gachardwas ihm ein Einkommen verschaffte.
Im Januar 1846 war Gigot Mitbegründer der Committee de Correspondance Communiste on, mit seinem Sitz in seinem Haus in der Bodenbroekstraat 8. Auch Marx ließ seine Post dorthin liefern. Im August 1847 war er Gründungsmitglied der Deutscher Arbeiterverein und der Brüsseler Gemeinde der Bund der Kommunisten. Im November war er an der Verein demokratie und mit Silvester War er beim Spionagetreffen im Café anwesend? Der Schwan. Er war ein Vertrauter von Marx und Engels und unterzeichnete einige Briefe und Erklärungen mit. Während des kurzen Aufenthalts von Michael Bakunin in Brüssel scheint Gigot der einzige Kommunist gewesen zu sein, der mit den Russen ein gutes Verhältnis hatte Anarchist.
Am Tag nach einer Demonstration auf dem Großer Markt Gigot wurde am 28. Februar 1848 festgenommen mit Victor Tedesco, Prosper Esselens und Louis-Joseph Dejaer. Er wurde am 2. März freigelassen, wenn auch nicht lange. In der Nacht vom 3. auf den 4. März durchsuchte die Polizei das Haus von Karl Marx Ixelles. Seine Verhaftung war das Signal für seine Frau Jenny von Westphalen um nächtliche Unterstützung zu trommeln, aber in Begleitung von Gigot wurde sie selbst angehalten und in die Amigo geworfen. Für ihn war der Grund rôdeur de nuit (Nachtwanderer). Die Familie Marx verließ Brüssel, blieb aber mit Gigot in Kontakt. Er unterstützte die gescheiterte Invasion der Belgische Legion im Risquons-Tout und war bei den monatlichen demokratischen Banketten anwesend, wahrscheinlich auch die im Entschuldigen Sie mich im Molenbeek-Saint-Jean was zu drei Todesurteilen führte. Er selbst wurde nicht angeklagt.
Nach 1848 hörte Gigots Engagement auf. Dadurch sei seine berufliche Zukunft gefährdet gewesen. Marx bat ihn im Juli erfolglos um finanzielle Unterstützung aus Paris. Im Mai 1848 bereitete das Innenministerium seinen Rücktritt als Angestellter des paläographischen Büros vor. Gigot durfte jedoch bleiben. Ausschlaggebend war die Unterstützung Gachards: Der Nationalarchivar würdigte unter anderem Gigots Sprachkenntnisse und betonte gegenüber dem Minister, dass er seine jugendlichen Fehler eingestanden habe. Gigot bekam bald sogar die Aussicht auf einen Termin im Allgemeines Staatsarchiv. Diese Ernennung erfolgte schließlich im Jahr 1856, als ein Budget für die Bestandsaufnahme des Archivs der Staats- und Kriegsminister.
In seiner Freizeit übersetzte Gigot Bücher von Hendrik Gewissen. Er starb im Spa an einer Lungenkrankheit Bad Ems.
Übersetzungen
Gigot übersetzte acht Bücher von Conscience aus dem Niederländischen ins Deutsche:
- Der Rekrut, 1850 (Das Unentschieden)
- Baes Gansendonck, 1850
- Der arme Edelmann, 1851 (Der arme Edelmann)
- Die Hölzerne Clara, 1851 (Holz Clara)
- Diese blinde Rosa, 1851 (Blindrose)
- Heide-Blumen, 1851 (Rikke-tikke-tak)
- Der Geizhals, 1852 (Der Geizhals)
- Der Bauernkrieg, 1853 (Der Bauernkrieg)
Literatur
- "Philippe Gigot, le Premier marxiste belge", in: Marx, ein Maß. Une anthologie commentée des écrits de Marx et d'Engels, Faszi. 16, s.d., p. 1-7
- Robert Wellens, "Les projets de Creation d'une école des chartes en Belgique au XIXe siècle", in: Verschiedenes Archivistica XXXII, 1982, p. 25-44.
- Jean Stengers, Ixelles dans la vie et l'œuvre von Karl Marx, im: Revue Belge de Philologie et d'Histoire, 2004, Nr. 1-2, p. 354-356