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Rizana Nafeek

Rizana Nafeek (4. Februar1988 - 9. Januar2013) war ein Dienstmädchen aus Sri Lanka das in Saudi-Arabienwurde zum Tode verurteilt wegen Erstickung eines Babys, um das sie sich 2005 kümmern sollte. Der Fall erregte internationale Aufmerksamkeit danach Amnesty International gab an, dass Nafeek zum Zeitpunkt des Vorfalls noch minderjährig war.

Nafeek hatte die Tat zuerst gestanden, ihr Geständnis aber später zurückgezogen. Der Fall erregte internationale Aufmerksamkeit, weil Nafeek zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Verbrechens erst 17 Jahre alt war. Sie hätte daher nach dem Völkerstrafrecht nicht vor Gericht gestellt werden dürfen. Auf der anderen Seite stand in ihrem Pass, dass sie zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Tat bereits 23 Jahre alt war. Möglicherweise reiste sie mit einem gefälschten Pass, um nach Saudi-Arabien zu arbeiten.[1] Laut Amnesty International stellt die Enthauptung einen Verstoß gegen einen internationalen Vertrag der Vereinte Nationen zum Schutz der Rechte von Kindern und Jugendlichen. Auch Saudi-Arabien hat diesen Vertrag unterzeichnet. „Saudi-Arabien ist eines von nur drei Ländern, in denen Menschen für Handlungen hingerichtet werden, die sie als Kinder begangen haben“, sagte Nisha Varia von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch dem BBC.[2]

Kritiker des Urteils beklagten neben der mutmaßlichen Minderjährigen, dass ihr Geständnis unter Druck erzwungen worden sei. Außerdem hätte sie die Sprache nicht gut genug beherrscht, um sich angemessen verteidigen zu können. Auch Nafeek hätte bei den Verhören keinen Rechtsbeistand gehabt. Laut der Scharia sie wurde zur Enthauptung verurteilt.

Verschiedene Regierungen und Hilfsorganisationen forderten Saudi-Arabien auf, Rizanas Leben zu schonen.[3] aber einige Jahre nach ihrer Verurteilung wurde sie öffentlich enthauptet.