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Rob Woltjer | ||||
| Geboren | 19. Juli1878 | |||
| Geburtsort | Groningen | |||
| Verstorben | 23. April1955 | |||
| Ort des Todes | Den Haag | |||
| Land | Die Niederlande | |||
| Party | Antirevolutionäre Partei | |||
| Titel | DR. | |||
| Funktionen | ||||
| 1904 - 1955 | Professor Freie Universität | |||
| 1927 1941 | Stadtrat Amsterdam | |||
| 1937 - 1952 | Mitglied des Senats | |||
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Robert Hermann (rauben) Woltjer (Groningen, 19. Juli1878 - Den Haag23. April1955) war ein niederländischer Klassiker und Politiker für die Antirevolutionäre Partei.
Biografie
Robert Woltjer wurde am 19. Juli 1878 in Groningen als Sohn von Jan Woltjer. Er besuchte das reformierte Gymnasium in Amsterdam. Anschließend, im Jahr 1895, wurde er als Student an der Freie Universität. Dort legte er 1900 magna cum laude für die Kandidatenprüfung ab. 1902 schloss er erfolgreich das Magisterstudium in Literaturwissenschaft und Philosophie ab und promovierte 1904 in Literaturwissenschaft (wieder magna cum laude) mit einer Arbeit Das Platone prae-Socraticorum philosophorum existimatore et judice. Schon vor seiner Promotion wurde er als Professor für Literatur an die Freie Universität berufen, der Fakultät, an der sein Vater bereits Professor war. Anfangs war nur Griechisch Teil seines Unterrichts, später kamen Latein und Alte Geschichte hinzu. In den mehr als fünfzig Jahren seiner Tätigkeit an der VU bekleidete er immer wieder die Position des Rektor Magnificus an sich, nämlich in den Studienjahren 1911-1912, 1920-1921 und 1946-1947. Woltjer war als sehr kluger und gelehrter Mann bekannt, aber auch als detailverliebter und stumpfer Lehrer. Wegen seiner Liebe zum Detail veröffentlichte er wenig. Nach seiner Dissertation erschienen mehrere Lehrbücher, wissenschaftliche Reden und ein Buch, Das Wort Gottes und das Wort der Menschen (1913).
Neben seiner akademischen Laufbahn war Woltjes auch in der Politik aktiv. Von 1927 bis 1941 war er Mitglied des Amsterdamer Stadtrates. Er war Mitglied der Erstes Zimmer zugunsten von Antirevolutionäre Partei. In dieser Funktion war er Bildungssprecher, ersetzte aber mehr als einmal auch den Vorsitzenden des Repräsentantenhauses. Er war bekannt für seine Fähigkeit, Fehler in Rechtstexten zu erkennen. Außerdem ist er von 1946 bis 1949 Teil der Staatskommission-Reinink.
Er blieb bis zu seinem Tod am 23. April 1955 Professor an der Freien Universität. Er starb in Den Haag und ist begraben in Driehuis-Westerveld.
Verweise
- "Professor Doktor. Woltjer 50 Jahre Professor"Algemeen Handelsblad", Amsterdam, 1954/08/12, Konsultiert auf Delpher am 13.07.2020
- "Goldene Professur Prof. Dr. R. H. Woltjer". "Provinciale Drentsche und Asser courant". Assen, 1954/08/12, Konsultiert auf Delpher am 13.07.2020
- In Gedenken an R. H. Woltjer, aus: Almanach 1956
- Profil auf Parlament & Politik
- A.Th. aus Deursen, Ein Eckpfeiler der Säulenordnung. Die Freie Universität 1880-2005 (Amsterdam: Bert Bakker, 2005), 69 und 105-106
| Vorgänger: Herman Bavinck | Rektor Magnificus der Freien Universität 1911-1912 | Nachfolger: Anne Anema |
| Vorgänger: Herman Huber Kuyper | Rektor Magnificus der Freien Universität 1920-1921 | Nachfolger: Anne Anema |
| Vorgänger: Jan Coops | Rektor Magnificus der Freien Universität 1946-1947 | Nachfolger: Pieter Diepenhorst |